Guerilla-Konzert Kraftklub & K.I.Z. – Rechnung folgt

Diese Osterüberraschung hat nicht nur in Chemnitz für Schlagzeilen gesorgt.

Bei einem mehr oder weniger spontanen Konzert der Band „Kraftklub“ auf dem Dach des „Flowerpowers“ gegenüber dem Karl-Marx-Kopf kamen am Karfreitag rund 3.000 Schaulustige.

Unter dem Ansturm der meist jugendlichen Fans war die Brückenstraße gesperrt, auch die Internetseite von SACHSEN FERNSEHEN brach am Samstag aufgrund des großen Interesses an den Bildern zu diesem Event zeitweise zusammen.

Kontrovers diskutiert wurde aber, ob die Störung der Karfreitagsruhe jetzt im Nachhinein bestraft werden sollte. Die Stadt Chemnitz hat jetzt eindeutig Stellung bezogen.

Das gab es noch nie in Chemnitz.- ‚Was die Beatles oder U2 können, das können wir schon lange‘, dachte sich wohl die Chemnitzer Band „Kraftklub“ und gab am Karfreitag ein Konzert auf dem Dach des Clubs „Flowerpower“ in der Chemnitzer Innenstadt.

Rund 3.000 überwiegend junge Leute aus ganz Sachsen wollten sich das Spektakel nicht entgehen lassen.

Der Clou des Ganzen: das Konzert wurde erst am selben Tag über das Internet angekündigt.
Der Ort wurde sogar erst eine Stunde vorher bekannt gegeben.

Interview: Danny Szillat – Betreiber Flowerpower Chemnitz

Anlass für das rund 45-minütige Konzert von „Kraftklub“ und den Berliner Rappern von „K.I.Z.“ waren Dreharbeiten für eine Fernsehsendung.

Die staatlich vorgeschriebene Karfreitagsruhe, bei der keine lautstarken Ereignisse wie Konzerte oder Tanzveranstaltungen stattfinden dürfen, wurde dabei bewusst ignoriert.

Interview: Danny Szillat – Betreiber Flowerpower Chemnitz

So wie es im Moment aussieht, wird es auch keine Strafe für das Guerilla-Konzert der beiden Bands geben. Die Polizei hat zwar offiziell Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sonn- und Feiertagsgesetz in Sachsen gestellt. Auf Seiten der Stadt Chemnitz gibt man sich aber betont gelassen.

Interview: Miko Runkel (parteilos) Rechtsbürgermeister Stadt Chemnitz

Mit einem Kostenbescheid werden die Veranstalter des spontanen Konzerts dennoch rechnen müssen. Zwar bezahlt den Polizeieinsatz das Land Sachsen, die Reinigungskosten werden wohl in Rechnung gestellt.

Interview: Miko Runkel (parteilos) – Rechtsbürgermeister Stadt Chemnitz

Das werden die Verantwortlichen des Konzerts wohl verschmerzen können. Die tolle Stimmung beim Kraftklub-Auftritt wirkt jedenfalls noch bei vielen in Chemnitz nach.

Interview: Danny Szillat – Betreiber Flowerpower Chemnitz

Wer „Kraftklub“ ganz legal live sehen möchte, muss sich etwas gedulden, außer man hat eine Eintrittskarte für ihre „Mit K“-Tour im April und Mai. Denn all ihre Konzerte dieser Tour sind in Deutschland schon längst ausverkauft.

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