Gute Arbeitsmarktlage ist schuld: 2011 weniger Existenzgründungen in Sachsen

Der bundesweite Rückgang bei der Gründung eigener Unternehmen spiegelt sich auch im Freistaat wider. Laut dem „1. Sächsischen Gründerreport“ wurden im letzten Jahr 15.378 Unternehmen ins Leben gerufen. So wenige wie noch nie. +++

Grundlage für diese aktuelle Betrachtung des Gründungsgeschehens im Freistaat bildet die amtliche Gewerbestatistik. Im gewerblichen Bereich (ohne Freiberufler und Landwirtschaft) erreichte die Zahl der „echten“  Existenzgründungen in Sachsen im Jahr 2011 ihren Tiefststand. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 8 Prozent weniger (Stand 2010: 16.716)

„Das Gründungsgeschehen in Sachsen befindet sich zunehmend im Wandel“, dieses Fazit zieht Dr. Thomas Hofmann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig, die aktuell den Ratsvorsitz im SEN innehat. Ein Grund für diesen Rückgang liegt in der positiven Arbeitsmarktentwicklung der vergangenen Jahre. „In konjunkturell schwachen Zeiten wird der Schritt in die Selbständigkeit als Ausweg vor drohender Arbeitslosigkeit häufiger gewagt. Auch die restriktivere Gründungsförderung sowie demografische Faktoren haben eine dämpfende Wirkung auf die Gründungsintensität“, so Hofmann.