Gute Getreideernte trotz Trockenheit in Sachsen – Einbußen bei Winterraps und Kartoffel

Obwohl die Niederschlagsmengen in den Monaten Februar, März und Mai bis Juli teils deutlich unter dem langjährigen Mittel lagen, erzielt die Getreideernte das zweitbeste Ergebnis nach dem Rekordjahr 2014. +++

 

Mit einem Getreideertrag (ohne Körnermais) von 72,9 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) wurde in Sachsen eine gute Getreideernte eingebracht, obwohl die Niederschlagsmengen in den Monaten Februar/März und Mai bis Juli teils deutlich unter dem langjährigen Mittel lagen. Die Trockenheit führte insbesondere auf den Sandstandorten am Norden des Freistaates zu Ertragseinbußen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist das diesjährige Ergebnis nach dem Rekordjahr 2014 mit einem durchschnittlichen Hektar-ertrag von 79,8 dt/ha das bisher zweitbeste Er¬gebnis (-8,6 Prozent gegen¬über 2014). Dies entspricht einer vorläufigen Erntemenge von rund 2,77 Mil¬lionen Tonnen Getreide, darunter 1,56 Millionen Tonnen Weizen und 0,87 Millionen Tonnen Gerste.

Demgegenüber lag der Ertrag bei Winterraps mit 38,5 dt/ha (-16,3 Prozent) deutlich unter dem vorjährigen Spitzenwert von 46,0 dt/ha, jedoch erreichte der diesjährige Ertrag fast den Durchschnitt der Jahre 2009 bis 2014 von 38,6 dt/ha.

Die Vorschätzung der aktuellen Kartoffelernte weicht ebenfalls erheblich vom Vorjahresergebnis ab. Wurden 2014 rund 489 dt/ha geerntet, so liegt der voraussichtliche Ertrag 2015 mit 371 dt/ha fast um ein Viertel niedriger (-24,1 Prozent).

Der sächsische Getreideertrag von 72,9 dt/ha lag geringfügig (-1,5 Prozent) unter dem vorläufigen Bundesdurchschnitt von 74,0 dt/ha. Dagegen liegen die sächsischen Erwartungen bei der Kartoffelernte sichtlich unter der bundesdeutschen Vorschätzung von 421 dt/ha (-11,9 Prozent).

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen