Guter Jahresstart für das Dresdner Unternehmen Elaskon

Der Schmierstoffproduzent ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Seilschmierstoffe und exportiert seine patentgeschützten Spezialitäten derzeit in 57 Länder. Nun will das Unternehmen auch nach China exportieren. +++

Die Elaskon startet auf solider Basis in das neue Geschäftsjahr. Zum einen hat das Unternehmen zum 1. Januar das Schmierstoffgeschäft der Firma Scholz im thüringischen Umpferstedt übernommen und verfügt nun mit einem 500 m² großen Lagergebäude sowie Büroräumen über eine eigene Ausgangsbasis für die Belieferung der Kunden im Thüringen. Fünf Mitarbeiter sind derzeit hier tätig.

Bereits seit 2007 ist ein Team von Elaskon in einem Mietobjekt in Erfurt ansässig und hat einen wachsenden Kundenstamm aufgebaut. „Auf dem Gebiet der Korrosionsschutz- und Pflegemittel steht Thüringen nach Sachsen an zweiter Stelle in der Umsatzstatistik“, erklärt Karl Schwald. „Mit dem Schmierstoffgeschäft der Firma Scholz haben wir auch deren Kunden übernommen. Die Niederlassung in Erfurt ist in das eigene Objekt nach Umpferstedt umgezogen und hat nun eine sehr gute Ausgangsbasis, um die Umsätze in Thüringen weiter zu steigern.“

Neue Weichen für den Handel mit China
Zum zweiten sieht Karl Schwald ein besonders großes Potential in der Umsatzsteigerung im Exportgeschäft nach China. Der Schmierstoffproduzent ist seit Jahrzehnten Weltmarktführer auf dem Gebiet der Seilschmierstoffe und exportiert seine patentgeschützten Spezialitäten derzeit in 57 Länder. Die Kunden sind Seilereien als Zulieferer z.B. für Förderanlagen im Bergbau, für Bohrinseln, Bergbahnen oder für den Brückenbau. „Bedingt durch das explosionsartige Wachstum in China gibt es hier einen riesigen Bedarf an Drahtseilen und damit an unseren Schmierstoffen“, betont Karl Schwald. „Während in den meisten Ländern etwa zwei bis drei Unternehmen Drahtseile produzieren, sind es in China über 50 Seilereien. Aber auch für unsere Trennmittel sehe ich große Chancen, denn sie kommen in der Betonindustrie zum Einsatz und sind in der Baubranche gefragt.“

Der Export nach China steht daher seit Jahren im Zentrum der Aufmerksamkeit der Geschäftsführung. Dabei umfassen die Überlegungen nicht nur ein größeres Exportvolumendurch eigene Lagerkapazitäten und Verteillogistik. Auch die Variante, in China einzelne Spezialitäten zu produzieren, wird diskutiert. „Wir stehen in sehr intensivem Austausch mit Partnern und Behörden in China“, erklärt Karl Schwald. „Auf einer Reise nach China will ich nun Standorte besichtigen, Randbedingungen klären und danach das Für und Wider der Produktion einiger unserer Spezialitäten gut abwägen. Wir haben das Geheimnis unserer Rezepturen Jahrzehnte lang gut gehütet. Ob wir einen Teil davon wirklich mit nach China nehmen, will sehr kritisch überlegt sein.“

Drei Herren Schwald leiten inzwischen das Familienunternehmen
Auf der Reise nach China wird Karl Schwald von seinem Sohn Tobias begleitet. Der 28-jährige verstärkt seit September die Geschäftsleitung des Familienunternehmens,der auch Karl Schwalds Bruder Richard angehört. Sein Schwerpunkt liegt im Vertrieb der Handelsprodukte von Exon Mobil, einem weiteren Standbein von Elaskon. Aber auch mögliche Synergien im Vertrieb und so genannte Cross Selling Aktivitäten sind sein Bereich.Tobias Schwald ist gelernter Versicherungskaufmann und hat parallel zu seiner Tätigkeit als Kundenbetreuer bei der Allianz ein Studium zum Fachwirt für Finanzberatung absolviert. In seiner Heimat Kempten hat er zuletzt eine Generalagentur der Allianz mit großem Erfolg geleitet. „Tobias ist ein unglaublich guter Verkäufer und hat das Vertrauen unserer Kunden sofort gewonnen“, freut sich Karl Schwald über das Interesse seines Sohnes, zum Familienunternehmen in Dresden zu wechseln. Für Tobias Schwald war die Akzeptanz der Elaskon-Produkte im Markt ein ausschlaggebender Punkt:
„In der Versicherungsbranche sind die Produkte nicht sichtbar und ein Vertragsabschluss basiert nur auf Vertrauen. Jetzt kann ich meine Produkte nicht nur zeigen, sondern auch vorführen, es macht mir großen Spaß.“

Rückblick auf ein solides Geschäftsjahr 2012
Elaskon Sachsen konnte im Jahr 2012 den Vorjahresumsatz von 23,2 Mio. Euro bestätigen und gleichzeitig das Unternehmensergebnis verbessern. Damit startet das Unternehmen auf sehr solider Basis in das neue Geschäftsjahr. Der Umsatz war im Jahr 2011 um 3,7 Mio. Euro bzw.knapp 19 Prozent sprunghaft angestiegen. Grund war der Ausbau des Außendienstes im Vertrieb der Korrosionsschutz- und Pflegemittel für PKW, Landmaschinen und Kommunaltechnik.

Gleichzeitig wuchs die Zahl der Mitarbeiter von 64 auf 71.„Dass wir diesen Umsatz erneut geschafft haben und das Ergebnis sogar verbessern konnten,zeigt, dass wir die Weichen für die Zukunft richtig gestellt haben“, erklärt Karl Schwald. „ Wir haben 2012 ein hochmodernes Labor in Betrieb genommen und setzen weiterhin auf kontinuierliches Wachstum.“Das betrifft auch das Netz der Pflegestationen, das inzwischen auf 770 Partner in Deutschland und 35 in Österreich angewachsen ist. Auch in Tschechien, der Schweiz und in Frankreich wurden erste Werkstätten als Elaskon-Pflegestationen zertifiziert. Der Gesamtumsatz des Unternehmens soll bis zum Jahr 2015 auf 30 Mio. Euro steigen.

Quelle: ELASKON Sachsen GmbH & Co. KG für Spezialschmierstoffe

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