Händler ärgern sich über Vollsperrung der Pirnaer Landstraße

Ab dem kommenden Montag geht auf der Pirnaer Landstraße nichts mehr. Die Straße wird streckenweise voll gesperrt, weil dringende Reparaturen anstehen.+++

Auf die Vollsperrung der Pirnaer Landstraße in Dresden Leuben während der Sanierung wollte die Stadt eigentlich verzichten. Doch was die Bauarbeiter im Boden vorfanden, hatten sie nicht erwartet. Alte Leitungen befanden sich nicht dort, wo sie in Karten verzeichnet waren.
Die Baufirmen sollen nun mehr Platz für die Arbeiten bekommen. Deshalb werden ab Montag, dem 16. Mai, beide Fahrspuren gesperrt.

Interview im Video mit Gunther Hentschelmann, Abteilungsleiter Bausteuerung

Für viele Gewerbetreibende entlang der Pirnaer Landstraße ist das eine echte Katastrophe. Schon jetzt bleiben bei Geschäften, die auf Laufkundschaft angewiesen sind, die Leute weg. Der Supermarktbetreiber ärgert sich über die späte Information.

Interview im Video mit Stefan Köckeritz, geschäftsführender Gesellschafter

15 Prozent weniger Kunden und Umsatz verzeichnet das Einkaufszentrum schon jetzt, sehr ärgerlich aber nicht geschäftsbedrohend, so Köckeritz. Doch nicht jeder Laden kann da mithalten, dem kleinen An- und Verkauf geht jetzt schon die Luft aus.

Interview im Video mit Eduard Wittholt, Händler aus Leuben

Immerhin sollen Lieferfahrzeuge weiter die Geschäfte anfahren können. Auch die Staatsoperette nutzt weiter den Rewe-Parkplatz für ihre Kunden mit Zufahrt über die Reisstraße. Und das Haus hat sich noch etwas für die Zuschauer ausgedacht:

Interview im Video mit Thomas Bahr, Marketingdirektor

Die Staatsoperette ist auch gut ausgeschildert. Händler Stefan Köckeritz ist sauer, dass so nicht auch auf die Geschäfte des Stadtteilzentrums hingewiesen wird.

Interview im Video mit Stefan Köckeritz, geschäftsführender Gesellschafter

Bis mindestens August müssen sich die Händler auf eine Durststrecke einstellen. Dann soll das erste Teilstück zwischen Leubener Straße und Altleuben wieder freigegeben werden. Bis 11. November soll in mehreren Etappen der Rest folgen. So können die Händler zumindest noch das Weihnachtsgeschäft mitnehmen.
Wahrscheinlich wird der Bau durch die unvorhergesehenen Arbeiten auch teurer, über den Preis verhandelt die Stadt noch mit den Baufirmen.

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