Haftkostenersparnis durch „Schwitzen statt Sitzen“

Die sächsische Justiz hat im Jahr 2008 durch das Programm „Schwitzen statt Sitzen“ mehr als 11 Millionen Euro Haftkosten eingespart.

Auch im Jahr 2008 konnten Verurteilte im Rahmen des Programms „Schwitzen statt Sitzen“ anstelle einer Ersatzfreiheitsstrafe gemeinnützige Arbeit leisten. Um nicht ins Gefängnis zu müssen, haben sie insgesamt 712.096 Arbeitsstunden abgeleistet. So konnten 118.683 Hafttage vermieden werden. Das führte rechnerisch zu einer Einsparung von Haftkosten in Höhe von 9.053.139 Euro.

Die Ersatzfreiheitsstrafe kann auch noch nach Haftantritt durch gemeinnützige Arbeit verkürzt werden: Durch das sogenannte day-for-day-Prinzip wurden so im Vorjahr nochmals 26.141 Hafttage vermieden. Hier konnten weitere 1.994.035 Euro eingespart werden, die sonst als Haftkosten angefallen wären.

Justizminister Geert Mackenroth: „Das Programm ‚Schwitzen statt Sitzen’ ist ein Erfolgsmodell der sächsischen Justiz. Es stellt für alle Seiten einen Gewinn dar: Es ist allemal besser, wenn die zu einer Geldstrafe Verurteilten nicht ins Gefängnis gehen, sondern soziale Arbeit verrichten. Die Justiz spart außerdem Haftplätze, Haftkosten und entlastet ihre Justizvollzugsanstalten.“

Das Programm „Schwitzen statt Sitzen“ zielt auf Verurteilte, die zu einer Geldstrafe verurteilt wurden. Zahlt ein Verurteilter die Geldstrafe nicht, so kann an die Stelle der Geldstrafe die sogenannte Ersatzfreiheitsstrafe treten. Er muss dann seine Geldstrafe in einer Justizvollzugsanstalt „absitzen“ – oder im Rahmen des Programms „Schwitzen statt Sitzen“ abarbeiten.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium der Justiz

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