Hainichen (A4): Grausame Zustände bei Tiertransport

Am 9. Oktober 2014 fand zwischen 9 Uhr und 13 Uhr auf dem Parkplatz „Rossauer Wald“ der Richtungsfahrbahn Eisenach eine Komplexkontrolle statt.

Die Kontrolle wurde im Zusammenwirken von Kräften der Polizeidirektion Chemnitz, der Bereitschaftspolizei Sachsen, der Thüringer Polizei, des Zolls, des Bundesamtes für Güterverkehr und mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks realisiert. Während der Kontrolle wurden fünf Straftaten und 202 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.

Im Rahmen der Aktion wurde auch ein Lkw MAN mit Tiertransportanhänger aus Sachsen-Anhalt kontrolliert. Auf dem Anhänger befanden sich mehrere Kühe in einem nicht transportfähigen Zustand. Es gab keine Einzelabtrennung der Tiere in verschiedene Bereiche. Zwei der Kühe konnten aus eigener Kraft nicht mehr stehen, sie lagen auf dem Boden und die anderen Kühe trampelten zum Teil auf den Körpern der liegenden Tiere herum. Die beiden Kühe wurden auf Veranlassung des Veterinäramtes des Landratsamtes Mittelsachsen eingeschläfert. Die anderen Tiere wurden umgeladen.

Es wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Der Fahrer (44) hat zudem gegen das Fahrpersonalrecht verstoßen. Hierzu ist das zuständige Gewerbeaufsichtsamt eingebunden.

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