Bosch in Klotzsche baut weiter

Dresden - Oberbürgermeister Hilbert erteilte die zweite Teilbaugenehmigung für das Werk des Unternehmens Bosch in Dresden Klotzsche. Damit kann der Innenausbau der Fabriken für Halbleitertechnik und Computerchips beginnen.

Der Bau des hochmodernen Bosch-Halbleiterwerkes in Dresden-Klotzsche kann weitergehen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat die zweite Teilbaugenehmigung für das Werk überreicht. Der Rohbau steht soweit - nun kann der Innenausbau beginnen. Projektleiter Otto Graf stellte den straffen Zeitplan vor. Bis zum Dezember 2019 sollen alle Maschinen installiert sein. Dann folgen Prüfungen und Tests der Verfahren. Bis Ende 2021 soll dann alles fertig werden und mit 700 Mitarbeitern die Produktion beginnen.

Der Baubeginn war im Februar vergangenen Jahres. Auf einer Gesamtfläche von rund 95.000 qm, etwa 15 Fußballfeldern, entsteht das Werk. Die Chips und Halbleiter, die hier produziert werden sollen, können vor allem im Mobilitätsbereich, wie in der Steuerungstechnik und dem autonomen Fahren verwendet werden. Oberbürgermeister Hilbert ist sehr erfreut über die Ansiedlung des Unternehmens in Dresden. Das Unternehmen und seine Investition in den Standort von ca. einer Milliarde Euro sei sehr wichtig für den Technologiestandort Dresden und das 'Silicon Saxony', in dem viele Zulieferer und innovative Unternehmen sitzen.

Die Fabrik hat ein hohes Potenzial, da die Technik in einer immer stärker vernetzten Welt große Anwendung findet, so Otto Graf. Rund um das Gelände befinden sich Freiflächen, die auch zur Erweiterung des Gebäudes genutzt werden könnten. Das Unternehmen Bosch hat sich weltweit nach einem Ort für die Niederlassung umgesehen. Dresden konnte mit dem sogenannten 'Silicon Saxony' überzeugen, welches gute Voraussetzungen für Technologieunternehmen bietet.

Mit dem Bosch-Werk ist die Region Dresden und Sachsen wieder um ein international agierendes Unternehmen gewachsen. Der Produktionsstart der Bosch-Halbleiter 'made in Dresden' erfolgt voraussichtlich Ende 2021.