Halbzeit auf der Leipziger Buchmesse

Rund 59.000 Besucher kamen bereits an den ersten beiden Tagen auf die Leipziger Buchmesse 2009, um sich über die Neuerscheinungen der 2.135 Aussteller aus 38 Ländern zu informieren.

Das ist ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die Leipziger Buchmesse zeigt sich krisenfest. Die Stimmung auf der Messe ist ausgezeichnet – sowohl auf Aussteller- als auch auf der Besucherseite“, sagte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH.

Ein Novum der diesjährigen Buchmesse ist der „Karrieretag Buch + Medien“, der am Freitag Hunderte Schulabgänger und Studenten von Fach- und Hochschulen begeisterte. Veranstalter sind die Leipziger Buchmesse und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Führungskräfte aus Verlagen und Buchhandel stellten interessante Berufsbilder vor und standen in Podiumsdiskussionen und Gesprächen zu Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten in der Buchbranche Rede und Antwort. „Mit dem Karrieretag haben wir bildungspolitisch Akzente gesetzt“, sagt Messe-Direktor Oliver Zille.

Bereits zum vierten Mal avancierte der historische Studentenclub Moritzbastei während der „Langen Leipziger Lesenacht“ am Messe-Donnerstag zur großen Bühne für junge Literatur. Mehr als 1.000 Interessierte kamen in die Moritzbastei, um den insgesamt 50 Autorinnen und Autoren zuzuhören. „Alle Lesungen waren sehr gut besucht. Das Publikum und die Autoren waren zufrieden. Nach nur vier Jahren hat sich die Lesenacht als feste Größe und als größte Lesung innerhalb von ‚Leipzig liest‘ etabliert“, sagt Claudius Niessen, Hauptorganisator der Langen Leipziger Lesenacht.

Rund 1.500 Messebesucher begleiteten die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse in der Glashalle des Messegeländes am Donnerstag. Die Jury unter Vorsitz von Ulrich Greiner (DIE ZEIT) entschied sich unter den 16 nominierten Kandidaten für folgende Autoren:

Kategorie Übersetzung: Eike Schönfeld für die Übersetzung von: Saul Bellow „Humboldts Vermächtnis“ (Kiepenheuer & Witsch).

Kategorie Sachbuch/Essayistik: Herfried Münkler für „Die Deutschen und ihre Mythen“ (Rowohlt Berlin Verlag).

Kategorie Belletristik: Sibylle Lewitscharoff für „Apostoloff“ (Suhrkamp Verlag).

Die Leipziger Buchmesse hat noch bis Sonntag 18 Uhr, geöffnet.