„Hamburger Carré“ wird neues Büro- und Technologiequartier in Dresden

Das ehemalige Technische Rathaus in Dresden wird neu vermarktet. Unter dem neuen Namen „Hamburger Carré“ mitten in Dresden und mit neuem Erscheinungsbild plant der Investor erste Vermietungsaktionen im ersten Halbjahr 2013. +++

„Derzeit arbeiten wir daran, den Gebäudekomplex optisch und bautechnisch zu revitalisieren“, sagt Ralf Trosien, Investor und Eigentümer vom Hamburger Carré. „Für das Management haben wir uns mit Richert & Oerteleinen etablierten Partner für Gewerbeimmobilien gesucht.“

Das neue Vermarktungs- und Bewirtschaftungskonzept sieht auf der Gesamtnutzfläche desGebäudeensembles von über 22.700 Quadratmetern vielfältige Nutzungsmöglichkeiten vor – für Bürolösungen im Mittelstand, internationale Großunternehmen, die Bedarf an großen Büro-,Produktions- und Lagerflächen haben, aber auch für Einzelnutzer.

„Die im Hamburger Carrévorherrschende Funktionsbauweise der einzelnen Gebäude macht den Komplex für eine gewerbliche Nutzung ideal und einzigartig in Dresden“, sagt Jeannine Krause, Direktorin Gewerbe der Richert & Oertel Immobilien GmbH. „Die vorhandenen Raumstrukturen eignen sich hervorragend beispielsweise für eine Großkanzlei oder eine Behörde und lassen sich leicht an die individuellen Bedürfnisse der Mieter anpassen. Andere Teile lassen sich ideal für produzierende und forschende Unternehmen nutzen.“

Um die vielfältigenNutzungsmöglichkeiten der Immobilie erlebbar zu machen, entsteht derzeit ein Musterbüro im Hamburger Carré. Des Weiteren sieht das Konzept eine Essensversorgung im Haus in Form einer Kantine oder Cafeteria vor. „Wir planen Service-Dienstleistungen, die den Mietern zeitraubende Routinearbeiten erleichtern – vom Copyshop bis zum Postdienst. Gleichzeitig wollen wir beispielsweise mit Frisör, Textilreinigung oder Kiosk passende Serviceangebote schaffen, die den Mietern einen echten Mehrwert bieten. So profitieren sowohl die Unternehmen im Haus als auch die Firmen im unmittelbaren Umfeld enorm“, sagt Immobilienexpertin Jeannine Krause.

Haus „Speicherstadt“:  Bezahlbare Raumlösungen für Archivierungs- und Lagerbedarf
Im Rahmen der Neupositionierung des Gebäudekomplexes wurden unter anderem die einzelnen Gebäudeteile umbenannt, und zwar passend zur geografischen Verortung des Areals2 sowie zum neuen Erscheinungskonzept ganz im Hamburger Stil: „Die Häuser im Hamburger Carré heißen jetzt Altona, Elbbrücke, Alster und Deichtor“, erklärt Stefan Fritzsch, Direktor Investment und zuständiger Asset Manager der Richert & Oertel Immobilien GmbH. Für die neue Nutzung des ehemaligen Gebäudeteils „X“ haben der Investor und Richert &Oertel eine besondere Lösung ins Auge gefasst: „Hier werden wir Mietraum für Archivierungs- und Speicherlösungen anbieten“, so Jeannine Krause.

„Ob für die Lagerung von Akten und Büromaterial oder das Verstauen von Werkzeugen und Lagerware – es besteht hier großer Bedarf an bezahlbarem Raum.“Zusätzlich plant der Eigentümer eine Überarbeitung der Außenanlagen. In diesem Zusammenhang werden zu den bereits vorhandenen 150 Parkplätzen im Innenhof des Gebäudekomplexes weitere 70 Parkmöglichkeiten geschaffen.

Beseitigung von Bodenverunreinigungen nach abgestimmtem Sanierungsplan
Der Gebäudekomplex an der Hamburger Straße hat eine lange Tradition als Wirtschafts- und Unternehmensstandort: Mehr als 100 Jahre wurden hier zuerst Näh- und später Schreibmaschinen hergestellt – unter anderem die Marke „Erika“. Seit dem Auszug der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Dresden im Herbst 2010 steht der Komplex leer. Im Zuge der Neuvermietung setzt der Investor unter anderem Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Verunreinigungen im Erdreich um. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag der Landeshauptstadt Dresden mit dem Alteigentümer und dem neuen Investor regelt diese. An einzelnen Stellen unter dem Areal sind das Erdreich sowie das Grundwasser mit leicht flüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW) belastet. Dazu gehören Trichlorethen undTetrachlorethen – Stoffe, die bei der „Tri-Wäsche“ in der damaligen Nähmaschinenfertigung anfielen.

„Die Bodenbelastungen basieren demnach weitestgehend auf der Historie des Objektes als Industriestandort“, so Ralf Trosien. „Auf Basis der Ergebnisse von Probebohrungen zur genauen Lokalisation des Schadens durch eine Fachfirma haben wir einen Sanierungsplan erstellt, den wir derzeit mit dem Umweltamt der Landeshauptstadt abstimmen und umsetzen. Die Sanierung geschieht mittels einer Bodenluftabsauganlage. So kann eine weitere Schadstoffbelastung des Grundwassers und der Bodenluft bestmöglich unterbunden werden. Wir arbeiten hier eng mit dem Umweltamt der Landeshauptstadt zusammen und lassen die nötigen Arbeiten fachgerecht in der ersten Jahreshälfte 2013 durchführen“, erklärt der Eigentümer weiter.

Schrittweise Anpassung des Brandschutzes an strenge deutsche Standards
Im Zuge der laufenden Modernisierungsarbeiten zur Wiederinstandsetzung des Komplexes wird auch der Brandschutz an die gültigen Standards angepasst. Für diese Arbeiten investiert der Eigentümer noch einmal rund 250.000 Euro. „Das Thema ‘Brandschutz’ ist uns enorm wichtig.Es herrschen hier strenge Vorgaben, an die wir uns bei der Überarbeitung in den einzelnen Gebäuden – je nach spezifischer Nutzung – halten. Dazu gehört vor allem die Einrichtung von genügend Rettungswegen und modernen Rauchabzugsanlagen“, so Trosien.
„Außerdem werden wir die jeweiligen Brandschutzmaßnahmen auf den oder die neuen Mieter passgenau zuschneiden“, erklärt Trosien weiter.

Business an technologischem Spitzenstandort
Für die Neuvermietung des Hamburger Carrés ist neben den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten vor allem die Lage des Areals ein entscheidender Vorzug. „Als wachsender Wirtschaftsstandort ist die Region Dresden besonders interessant für Unternehmen, die verkehrsgünstig – im Herzen der Stadt und trotzdem nahe an der Autobahn – einen neuen Standort suchen“, so Jeannine Krause. „Außerdem spielt die am Standort einzigartige Ballung von Unternehmen und Forschungsinstitutionen im zukunfts- und technologieorientierten Bereich zukünftigen Mietern in die Hände. Gerade für Firmen, die interessante Märkte in den neuen EU-Ländern erschließen wollen, bildet Dresden die ideale Brücke.“

Quelle: PR Piloten

Im Interview: Stefan Fritzsch, Direktor Investment, Richert & Oertel Immobilien

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