HC Elbflorenz: Neuzugang & drastisches Corona-Sparen!

Dresden - Krisenmodus auch beim HC Elbflorenz - die Coronavirus-Pandemie trifft auch Dresdens Vorzeigehandballer mit voller Härte. Wie es genau um den Verein steht, und warum er dennoch einen Neuzugang präsentieren konnte, hat der HCE jetzt bei deiner Presserunde mitgeteilt.

Die Situation ist angespannt, soviel ließen die Bosse des HCE vor Medienvertretern am Mittwochnachmittag durchblicken. Zwar bedeutet das vorzeitige Saisonende 2020 auch den Klassenerhalt für die Dresdner, von Planungssicherheit kann angesichts der nach wie vor großen Verunsicherung und finanziellen Belastung durch die Coronavirus-Krise keine Rede sein. Auch wenn die grundsätzliche Finanzierung des Spielbetriebs nicht zuletzt durch den Hauptsponsor auch für die nächste Saison gesichert ist - den Gürtel deutlich enger schnallen muss künftig auch der HCE: Die eigentlich aufstiegsberechtigte zweite Mannschaft des Vereins bleibt deshalb in der 4. Liga. Die höhere Spielklasse hätte Mehrkosten im hohen 5-stelligen Bereich verursacht. Viele Mitarbeiter inklusive der Spieler sind seit einiger Zeit in Kurzarbeit, auch über die Initiative Teamsport Sachsen hat der HCE finanzielle Hilfen bereits in Anspruch nehmen können.

Die neue Handballbundesligasaison soll laut derzeitigem Stand Anfang Oktober gestartet werden. Ob dann auch wieder Zuschauer zu den Heimspielen in der BallsportARENA zugelassen sein werden, ist aktuell hingegen völlig unklar. Nicht nur für den HC Elbflorenz ein entscheidendes Puzzleteil in den Planungen. Doch auch mit Corona steht der Wettbewerb im Handballprofigeschäft nicht still. Und rein sportlich hat die vergangene Saison im Abstiegskampf deutlich gezeigt, dass die Mannschaft durchaus Verstärkung gebrauchen könnte. HCE-Manager Karsten Wöhler stellt deshalb die Weichen in Sachen Kaderplanung und präsentierte am Mittwoch außerdem mit Lucas Wucherpfennig einen vielversprechenden Erstliga-Neuzugang, der für den HC Elbflorenz sogar einem Angebot eines Erstligisten widerstehen konnte. Chefcoach Rico Göde freut sich schon auf seinen neuen Schützling. Allerdings ist nach der mehrmonatigen Handballpause für jeden erst einmal Fingerspitzengefühl beim Training gefragt. Für den HC Elbflorenz wird die Coronakrise immer mehr zu einer echten Bewährungsprobe, sportlich wie finanziell. Am Ende des Tages zählt dann mehr denn je der Teamgedanke: Einer für alle, und alle für einen.