„Handwerker vor dem Herrn“ – Handwerkergottesdienst in der Frauenkirche

Dresden - Einmal im Jahr findet der Handwerkergottesdienst in Sachsen statt. In diesem Jahr sind Praktiker und Prediger unter dem Motto "Werte schaffen. Werte leben" in Dresdens wohl schönstem Gotteshaus, der Frauenkirche, zusammengekommen. Und nicht nur weil Jesus und Josef Zimmerleute waren - was auf den ersten Blick wie eine scheinbar ungleiche Verbindung anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als enge Beziehung:

Sonntagvormittag an der Dresdner Frauenkirche - für viele Menschen ist das die Zeit und der Ort für den Gottesdienst. An diesem Sonntag strömen sogar noch ein paar mehr Leute zur Christlichen Messe - denn diese ist besonders. Einmal im Jahr findet der Handwerkergottesdienst in Sachsen statt. In diesem Jahr sind Praktiker und Prediger unter dem Motto "Werte schaffen. Werte leben" in Dresdens wohl schönstem Gotteshaus zusammengekommen. Und nicht nur weil Jesus und Josef Zimmerleute waren - was auf den ersten Blick wie eine scheinbar ungleiche Verbindung anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als enge Beziehung. Sachsens hohe Politprominenz ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, bei diesem Gottesdienst auch dem Handwerk zu huldigen. Schließlich waren es Handwerker, die die zerstörte Frauenkirche in mühevoller Kleinarbeit wieder aufbauten und ihr zu altem Glanz verholfen haben. Und nicht nur im Kirchenbau, auch in der kirchlichen Zeremonie selbst kommt das Werk der Hand zum Tragen - und, wie beim Geigenbau, sogar zum Klingen: Steffen Friedel ist einer dieser Handwerksmeister. Der Dresdner Geigenbauer gewann mit seiner Wappenbratsche, deren Klang an diesem Tag auch die Zuhörer in der Frauenkirche entzückt, 2018 sogar den Deutschen Musikinstrumentenpreis. In seiner Werkstatt schafft und lebt der gelernte Flugzeugmechaniker jene handwerklichen und menschlichen Werte.

© Sachsen Fernsehen
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