Harter Brocken für den BBVL

Nach sechswöchiger Pause wartet am Sonntag Meister Wasserburg auf die Eagles.

Lang, lang ist’s her. Nach einer schier ewig erscheinenden, sechswöchigen Pause aufgrund der EM-Qualifikation erwacht die 1. Damen Basketball Bundesliga dieses Wochenende wieder aus ihrem Dornröschenschlaf. Auf die BBV Leipzig Eagles wartet dabei am Sonntag ab 16:30 Uhr mit Meister TSV Wasserburg gleich ein ganz harter Brocken. Schließlich ist der von Hans Brei trainierte Tabellenführer das einzige Team, das die derzeit achtplatzierten Adler in knapp sechs Jahren DBBL-Zugehörigkeit noch nie schlagen konnten. Zudem hat Wasserburg diese Saison noch kein Heimspiel verloren. Auch das ist einzigartig.

„Das ist eine äußerst respektable Leistung, gerade weil die Liga so ausgeglichen ist“, sagt BBVL- Coach Ritz Ingram. „Aber Angst müssen wir vor Wasserburg deswegen nicht haben.“ Vielmehr sei er froh, dass man nun endlich wieder in den Wettkampfbetrieb einsteige. Das sehen seine Schützlinge ähnlich. „Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht“, spricht Elena Diaz stellvertretend für ihre Kolleginnen. „Natürlich wird das kein leichtes Spiel. Aber ich sehe darin auch eine große Chance für uns zu zeigen, dass wir in den vergangenen Wochen hart gearbeitet haben und für den Rest der Saison gut gerüstet sind.“

Ansonsten überwiegen momentan die Parallelen zwischen den sonst ungleichen Kontrahenten. So holten sich beide Teams in zwei Tests Spielpraxis und mussten dabei auf jeweils eine wichtige Spielerin verzichten. Beim Meister fiel Nationalcenterin Corry Berger mit Rückenproblemen aus. Die Leipzigerinnen hingegen mussten auf Auswahlkollegin Annika Danckert verzichten, die – wie auch Wasserburgs zweite Nationalspielerin Katharina Kühn – erst letzte Woche von der verpassten EM-Qualifikation zurückkehrte.

Dennoch hofft Danckert auf eine Steigerung für den Rest der Rückrunde: „Zum Ende des vergangenen Jahres hin haben wir als Mannschaft eine gute Entwicklung gemacht. Daran wollen wir anknüpfen.“ Ob das allerdings für einen Sieg am Inn reicht, darf allein wegen der bisherigen Bilanz bezweifelt werden. Zum anderen hat sich Wasserburg mit der Serbin Suzana Milovanovic verstärkt, die bisher im Europapokal zu den Top 20 in den Kategorien Punkte pro Spiel (16,5), verwandelte Freiwürfe pro Partie (3,8) und Dreierquote (51,6 %) gehörte.