Hat der Lärm bald ein Ende?

Chemnitz- Die Lärmbelästigung an der Bornaer Straße steht seit Jahren in der scharfen Kritik. Immer wieder beschweren sich Anwohner über die Lautstärke des Verkehrs.

Aus Sicht der Bewohner ist der Lärm das dringendste lokale Umweltproblem, so steht es auf der offiziellen Website der Stadt. Um den Umgebungslärm in den Griff zu bekommen wurde 2011 ein „Lärmaktionsplan“ ins Leben gerufen. Dieser beinhaltet ein europaweit einheitliches Konzept, um das Lärmproblem zu verhindern oder zu minimieren. Dazu zählen Regelungen für zeitlich begrenzte Lärmbelästigungen wie Baustellen, aber auch dauerhafte Unruhestätten.

Wir trafen Jeannette Freier, Abteilungsleiterin vom Tiefbauamt Chemnitz, an der Bornaer Straße, um mit ihr über mögliche Lösungsansätze an lauten Straßen zu sprechen. Schon oft wurde an der Bornaer Straße ein Tempolimit von 30 km/h für bestimmte Straßenbereiche festgelegt. So oft wie es eingeführt wurde, wurde es allerdings auch wieder abgeschafft. Grund dafür war beispielsweise das Widerspruchsrecht ansässiger Unternehmen. Durchgesetzt werden konnte allerdings ein Straßen-Abschnitt mit spezialer Asphalt-Beschichtung. Der sogenannte lärmtechnisch-optimierte Asphalt besitzt eine besondere Oberflächentextur. Durch die konkave Textur der Splitter verringert er die entstehende Lautstärke.

Morgen soll beim Stadtrat unter anderem darüber abgestimmt werden, wie es mit der Bornaer Straße weiter geht. Jeanette Freier wünscht sich für ihre Abteilung mehr finanzielle Unterstützung. Im Lärmaktionsplan stehen auch noch weitere Straßen, wie zum Beispiel die Dresdner- oder Annaberger Straße. Welche Lösungen der Stadtrad letztlich für das Lärmproblem beschließt bleibt abzuwarten.