Hausbesetzung im Hechtviertel

Mit einem Straßenfest und einer friedlichen Hausbesetzung im Hechtviertel haben am Samstag Jugendliche gegen steigende Mieten und für mehr Freiräume demonstriert. Gegen abend war dann allerdings Schluß mit Party – die Polizei war dagegen.

Das Hechtviertel am Rande der Neustadt – hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Ein friedliches Straßenfest mit Hausbesetzung hatten die Bewohner am Samstag feiern wollen – und abends dann Party mit Livemusik.

Gar nicht so lustig fand das allerdings die Polizei -und rückte gegen 22 Uhr mit ca. 100 Beamten und einem Hubschrauber an. Eine erste Aufforderung zum Verlassen des Hauses blieb ohne Erfolg. 
Danach wurde das Gebäude durch die Polizei geräumt.
 
Mit der Aktion wollten die Hausbesetzer gegen steigende Mietpreise, die wirtschaftliche Aufwertung des Viertels und damit die Verdrängung der Bewohner aus den ehemals strukturschwachen Vierteln protestieren- das schreiben die Hausbesetzer auf der linksalternativen Internetseite „Indymedia“. So wolle man das leerstehende Haus mit der Nummer 7 mittels Ateliers, Proberäumen und Wohnungen zu neuem Leben erwecken.
Trotz gutgemeinter Ideen – eine Hausbesetzung bleibe ein Straftatbestand – so der Polizeisprecher.

Zu Rangeleien kam es allerdings an den Absperrungen zwischen Sympathisanten und Polizei, dabei wurden drei Männer durch Bisse von Diensthunden verletzt. Offensichtlich als Protest wurden nach der Räumung mehrere Mülltonnen angezündet – insgesamt 16 mal mußte die Feuerwehr ausrücken, um solche Brände in der Neustadt zu löschen.

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Mehr dazu erfahren Sie in der Drehscheibe Dresden, stündlich ab 18 Uhr auf DRESDEN FERNSEHEN.