Hausdurchsuchungen in rechtsextremer Szene – LKA stellt weiße Masken sicher

Es kam zur Sicherstellung von mehr als 250 Fackeln und weißen Masken, welche denen bei dem Fackelzug in Stolpen verwendeten Gegenständen entsprechen. +++

Nach einer nicht angemeldeten Demonstration vermummter Rechtsextremer in Stolpen am 30. September durchsucht die Polizei und das LKA Sachsen nun seit Donnerstag 44 Wohnungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

Dieser Aufmarsch unter dem Motto „Werde unsterblich“ ist eine Aktionsform von Rechtsextremisten, die zur Verbreitung ihrer Ideologie genutzt wird. Solche Aktionen, auch unter der Bezeichnung „Volkstod“ bekannt, sind im ganzen Bundesgebiet zu verzeichnen.

Die Versammlungsteilnehmer treten dabei kurzfristig und ohne Anmeldung auf, tragen schwarze Kleidung, meist mit aufgezogener Kapuze und weißen Gesichtsmasken. Während der Demonstration werden von den Teilnehmern oft Fackeln mitgeführt.

Die Durchsuchung des Landeskriminalamts von 44 Wohnungen und Garagen betraf 41 Tatverdächtige. Es kam zur Sicherstellung von mehr als 250 Fackeln und weißen Masken, welche denen bei dem Fackelzug in Stolpen verwendeten Gegenständen entsprechen.

Desweiteren wurden pyrotechnische Artikel, Schlagringe, rechtsextremes Propagandamaterial und Computertechnik sichergestellt. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahme setzt ein deutliches Zeichen gegen rechtsextreme Aktionsformen. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: LKA Sachsen

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