Hauseinsturz: Wann passiert endlich etwas?

An der Straße der Nationen in Chemnitz steht seit etwa einer Woche eine Häuser-Ruine. Die Fahrbahn ist wegen einer Absperrung eingeengt. Soll das so bleiben?

Seit dem Einsturz des Hauses vor neun Tagen hat sich an der Ruine an der Straße der Nationen kaum etwas getan. Nach den schnell eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen wird dieser Zustand offenbar erst einmal so anhalten.

Die Stadt Chemnitz hat dem Privat-Eigentümer Bedenkzeit gegeben. Er soll sich in den nächsten Wochen überlegen, wie es mit dem Haus weitergehen soll. Eine Alternative zum Beräumen des Grundstückes gibt es nicht.
Bereits seit Längerem steht fest, dass für die endgültige Gefahrenbeseitung nur ein Abbruch in Frage kommt.

Ein Anwohner aus der Nachbarschaft des Hauses meldete sich per E-Mail bei SACHSEN FERNSEHEN. Wie er dokumentiert hat, ist das Haus bereits seit Anfang 2004 am Bröckeln. Der Einsturz sei schon lange vorhersehbar gewesen und mit oder ohne Orkan „Kyrill“ passiert. Seit drei Jahren sei die Statik des Hauses kaputt.
Dies bestätigt auch die Stadt Chemnitz. Doch der Eigentümer hat das Grundstück immer rechtmäßig gesichert. Allerdings gibt es jetzt akuten Handlungsbedarf. Will der Eigentümer nicht selbst abreißen, springt die Stadt ein und stellt die Kosten in Rechnung.
Im Fall des Grundstücks an der Straße der Nationen handelt es sich um Kosten im fünfstelligen Bereich, auf denen die Stadt natürlich nicht sitzen bleiben will.

Das leerstehende Haus war am Abend des 20. Januar mit einem dumpfen Grollen zusammengestürzt. Die Feuerwehr löschte das Gebäude ab, um die immense Staubentwicklung einzudämmen. Die Straße der Nationen musste voll gesperrt werden. Der Einsturz war Folge des Sturms und wird deshalb von der Stadt nicht als Aufsichtpflichtverletzung des Eigentümers geahndet. 

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