HC Elbflorenz besiegt Ferndorf – dritter Sieg in Serie

Dresden- Der HC Elbflorenz hat den TuS Ferndorf besiegt und feiert damit den dritten Sieg in Serie.

© Sachsen Fernsehen

Zwei Spieler stachen in der 1. Halbzeit etwas heraus. Einerseits TuS Ferndorf-Keeper Tim Hottgenroth und andererseits HC Elbflorenz-Torwart Max Mohs. Während Hottgenroth neun Bälle der Dresdner parierte, waren es bei Mohs sieben Paraden. Eine Serie von Mohs Paraden sorgte dafür, dass sich der HCE von einem 3:3 Unentschieden nach sechs Minuten auf eine 7:3 Führung in der 13. Minute abzusetzen konnte. Die Ferndorfer nahmen anschließend die Auszeit und konnten in den folgenden Minuten bis auf 9:7 verkürzen. Sogar eine freie Chance zum 9:8 ließ man liegen. Die Dresdner zeigten in dieser Phase hingegen Schwächen beim Abschluss. Für Besserung sorgte dann eine Auszeit des HCE sowie teilweise neues Personal. In der Folge konnte sich der HC Elbflorenz mit 13:8 absetzen, auch weil die frischen Spieler Rene Zobel und Ivar Stavast ihre individuelle Klasse zeigten. Zwei Abspielfehler der Hausherren hatten dann jedoch den 13:10 Halbzeitstand zur Folge, wobei der zehnte Gegentreffer mit der Pausensirene fiel. Insgesamt zeigten die Dresdner in den ersten 30 Minuten eine gute Abwehr-Torhüter-Kombination, ließen aber im Angriff die Effektivität vermissen.

Die 2. Halbzeit begann jeweils mit einer Parade beider Torhüter, bevor Tim Rüdiger für den TuS Ferndorf und Philip Jungemann für den HCE trafen (14:11). Danach entwickelte sich eine Partie in der beide Abwehrreihen einen stabilen Eindruck machten, die Angriffsreihen aber nicht vor Kreativität sprühten. So blieben die drei Tore Vorsprung des HCE aus der Halbzeit über unterschiedliche Stationen bestehen (16:13, 18:15, 19:16, 20:17, 21:18). Der TuS kämpfte in der Folge um den Ausgleich und die Dresdner ließen den Tabellenletzten auch „im Spiel“. Beim 21:19 und 22:20, durch einen in dieser Phase stark aufspielenden Ferndorfer Rückraumakteur Julian Schneider, witterten die Gäste ihre Chance. Der nächste Gäste-Angriff landete jedoch nicht im Tor und machte somit den Ferndorfern die Chance auf ein besseres Ergebnis zunichte. Die Dresdner kamen unterdessen trotz zweier Hottgenroth Paraden hintereinander wieder in Ballbesitz und erzielten im dritten Versuch das 23:20 in Überzahl. Zwar kam der Gast noch einmal auf 23:21 heran, der Treffer zum 24:21 durch Sebastian Greß und das 25:21 durch Julius Dierberg besiegelten dann aber knapp fünf Minuten vor dem Ende die Partie. Die Gäste agierten in dieser Phase schon seit einiger Zeit mit dem siebten Feldspieler, was aber nicht den durchschlagenden Erfolg brachte. Zwei Minuten vor dem Ende konnte der HCE sogar auf eine Fünf-Tore-Führung (28:23) erhöhen und legte anschließend noch das 29:23 nach. Der TuS kam noch zum 29:24, der letzte Dresdner Angriff brachte nichts mehr ein. Am Ende jubelten die Dresdner, die mit Rene Zobel in der zweiten Halbzeit ihren wichtigsten Torschützen und Akteur mit sieben Treffern hatten.

Fazit: Die Dresdner gewinnen das dritte Spiel in Serie. Verantwortlich dafür zeichnete in allen drei Partien eine starke Kombination aus Abwehr und Torhütern. Im Angriff hingegen ließ man auch gegen Ferndorf noch ein gewisses Steigerungspotenzial. Darüber können auch die 29 Tore gegen den Tabellenletzten nicht hinwegtäuschen. Letztendlich war der Sieg souverän, führte der HCE doch 53 Minuten die Partie an. Dem TuS Ferndorf muss man trotz des Fehlens einiger Leistungsträger ein Kompliment machen. Die Gäste versuchten vieles und ließen sich fast 50 Minuten nicht entscheidend abschütteln. Im Spiel zeigte sich bei den Ferndorfern aber auch klar ein gewisses spielerisches und kräftemäßiges Limit, welches natürlich mit der englischen Woche und der Personalsituation zusammenhingen. HCE-Trainer Rico Göde nach dem Spiel zum TuS: „Ferndorf macht gerade eine harte Zeit durch. Es gibt viele verletzte Leistungsträger. Trotzdem kann man von dem Team immer Einsatz und Leidenschaft erwarten. Wenn bei uns fünf Leistungsträger fehlen würden, würde es auch ganz anders aussehen. Ich wünsche dem TuS, dass die verletzten Spieler bald wieder zurückkehren.“

Den Dresdner haben die sechs Punkte aus den letzten drei Spielen richtig gut getan und bringen Hoffnung auf einen erfolgreichen Dezember.

Tore: Huhnstock/Mohs (beide Tor), Zobel 7, Wucherpfennig 3/1, Emanuel 1, Dierberg 2, Buschmann 1, Dumcius 3, Kretschmer, Jungemann 1, Stavast 1, Greß 5, Vanco 1, Schulz 2, Quade, Neuhold 1

HC Elbflorenz Trainer Rico Göde sagte zum Sieg: „Ich freue mich natürlich über die Punkte. Ich bin vor allem mit der Defensive und dem Verhalten im 7 gegen 6 zufrieden. Auch Max Mohs hat fast 45 Minuten ein gutes Spiel im Tor gemacht. Hier und da hat uns vielleicht etwas das Tempo gefehlt und die Effektivität im Angriff. Mir ist aber zunächst einmal wichtiger, dass wir wieder nur 24 Gegentreffer bekommen haben. Insgesamt war das eine seriöse Leistung, die wir im Blick auf die personellen Probleme des Gegners auch richtig einschätzen müssen.“

Quelle: Wolfram Wegehaupt, Spieltagsorganisation HC Elbflorenz