HC Elbflorenz zaubert gegen Tabellenführer Hamburg

Dresden- Die Handballsaison im Freistaat neigt sich langsam dem Ende entgegen. Nur noch wenige Spiele trennen auch den HC Elbflorenz von der wohlverdienten Sommerpause. Am Sonntag sind die Dresdner im vorletzten Heimspiel gefordert gewesen. Zu Gast war niemand geringeres als der Tabellenführer aus Hamburg.

Kleine Sensation am Sonntagabend in Dresden. Vor den Augen von 702 Zuschauer hat sich der HC Elbflorenz im vorletzten Heimspiel der Saison überraschend gegen den Tabellenführer HSV Hamburg durchsetzen können. Mit 37:31 fegten die Dresdner die Gäste vom Platz.

Die Gäste aus Hamburg kamen gut ins Spiel. Und konnten sich in den ersten Minuten mit 0:2 absetzen. Doch der HCE konterte schnell, durchbrach die Abwehr der Gäste mehrmals und glich zum 3:3 aus. Nach knapp 10 Minuten gingen dann die Tiger nach Treffern von Jungemann und Wucherpfennig erstmals in Führung. Mitte der ersten Hälfte gelang es den Hausherren, die Führung weiter auszubauen. 8:5 der Zwischenstand nach 15 Minuten. In den folgenden Minuten stand Dresdens Schlussmann Mario Huhnstock im Mittelpunkt des Geschehens. Mit mehreren überragenden Paraden hielt er seine Mannschaft im Spiel.

Sichtlich überrascht von dem starken Pressing der Dresdner, brauchten die Gäste eine Weile um zurück ins Spiel zu finden. 7 Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit nahm der HSV in überzahl fahrt auf und kam zum 12:10 heran. Die letzten Minuten vor der Pause waren geprägt von schnellen Seitenwechseln und sehenswerten Treffern auf beiden Seiten. Mit 17:14 ging es für die Teams in die Kabine.

Auch in Hälfte zwei blieb eine Aufholjagd der Gäste aus. Die sonst so defensivstarken Hamburger mussten in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff den HCE ziehen lassen. Mit einem deutlichen 6 Tore Vorsprung gingen die Tiger in die letzten 20 Minuten der Partie. Die Hanseaten taten sich schwer, zurück ins Spiel zu finden. Bei einem Spielstand von 27:20 zeigten die Gäste einmal mehr Nerven. Kapitän Niklas Weller vergabt zunächst von der 7-Meter-Linie, konnte jedoch den Nachschuss im Gehäuse von HC Keeper Mohs versenken. Die Tiger, zunehmend bissiger im Angriff nach vorn, rochen die Sensation, die in der Luft lag. Getragen von den gut 700 Zuschauern ging es in die Schlussviertelstunde.
Lukas Wucherpfennig sorgte mit seinem Treffer von der 7-Meter-Linie für die zwischenzeitliche 8-Tore-Führung. Der Tabellenerste konnte der starken Offensive der Dresdner nicht mehr viel entgegen setzen. Kurz darauf war Schluss. Der HCE gewinnt gegen den HSV Hamburg mit 37:31 und behauptet so einmal mehr Tabellenplatz 4.

Durch den Sieg schießt der HC Elbflorenz den HSV von der Spitze der 2. Handball-Bundesliga. Schon am kommenden Sonntag sind die Tiger wieder zu Hause gefordert. Im letzten Heimspiel der Saison wartet dann der Tabellen-Siebte Bietigheim auf den HCE. Anwurf in der Ballsportarena ist um 17 Uhr.