HCE auswärts erneut klar geschlagen

Hamm - In Hamm kassierte der HC Elbflorenz die nächste Niederlage. Für die Zweitliga-Handballer gab es beim Favoriten ASV Hamm-Westfalen nichts zu holen. Die Dresdner unterlagen vor 1729 Zuschauern mit 21:27. 

Der HC war mit dem Ziel nach Hamm gefahren, stabiler zu agieren. Das erste Ziel war, zur Halbzeit nicht schon wie in Coburg und Essen zu weit weg zu sein vom Gegner. Zunächst sah es aber aus wie in Coburg und Essen. Der ASV, nach zwei deutlichen Niederlagen gegen die Aufsteiger aus Ferndorf und Hamburg eigentlich auch nicht mit übermäßigem Selbstvertrauen gesegnet, agierte zielstrebiger und führte schnell mit 4:1. Vor allem wenn die Westfalen aus der zweiten Welle kamen, hatten die Sachsen Probleme. Die Dresdner brauchten eine Weile um ins Spiel zu kommen, waren dann aber durch das 6:4 durch Gabriel De Santis in der 9. Minute im Spiel.
Leider nutzte man in dieser Phase die Chance zum 6:5 gleich zweifach nicht. Dafür setzte sich Hamm wieder auf 8:4 ab. Gästetrainer Christian Pöhler nahm die Auszeit und wechselte Mario Huhnstock für Hendrik Halfmann ins Dresdner Tor. Huhnstock führte sich gleich mit einer starken Parade ein und ließ zwei weitere folgen.

© H. Wegener

Zudem fand der ASV gegen die jetzt verbesserte Deckung der Sachsen zunehmend keine Lösungen. Die Dresdner legten einen 4:0-Lauf hin und hatten in der 18. Minute durch einen Treffer von Robin Hoffmann das Spiel egalisiert. Mehr noch, denn nach einer starken Eins-gegen-Eins Situation von Sebastian Greß bekam der HC einen Strafwurf und der ASV 2 Minuten in Person von Mex Raguse. Doch Gabor Pulay scheiterte an Oliver Krechel und die Führung ging nicht an den HC. Trainer Christian Pöhler nannte diese nach der Partie einen „Big Point-Moment“ und fügte hinzu, „wenn wir da treffen läuft es eventuell ganz anders“. Das 9:8 erzielte der Gastgeber dann nach fast 10 torlosen Minuten mit Glück durch Markus Fuchs. Danach gab der HC das Spiel vollkommen unerklärlich aus der Hand und es geschah genau das, was die Sachsen vermeiden wollten. Als zur Halbzeit ein 15:8 auf der Anzeigetafel stand, hatte der HC fast 13 Minuten kein Tor erzielt und gleich mehrfach unnötige technische Fehler produziert. Unnötig bedeutet, nicht unbedingt immer unter dem massiven Druck der ASV-Abwehr. So mussten die Sachsen, ihrerseits total von der Rolle, zusehen, wie die Hausherren Treffer um Treffer das Selbstvertrauen stärkten. Christian Pöhler sagte zu dieser Phase: „Manchmal sind solche Sachen auch einfach nicht erklärbar.“

© H. Wegener

Nach der Pause erhöhte der HC die Anzahl der torlosen Minuten, während Hamm zweimal traf. So stand es in der 33. Minute 17:8 und ein Debakel kündigte sich an. Als Roman Becvar in der gleichen Minute zum 17:9 traf, beendet er damit eine Viertelstunde Torlosigkeit für den HC. Aus einer folgenden Überzahl zog der HC keinerlei weiteren Nutzten. Die nächsten Minuten verliefen halbwegs ausgeglichen, ohne dass der HC entscheidend etwas am Spielstand ändern konnte. Beim 20:13 aus Sicht der Hausherren nahm Westfalen-Trainer Kay Rothenpieler sogar eine Auszeit. Wahrscheinlich wollte er sein Team noch einmal auf eine Schlussviertelstunde mit absoluter Konzentration einstimmen.

Das gelang im Wesentlichen, denn der ASV kam nie mehr wirklich in Bedrängnis und spielte die Partie souverän zu Ende. Der Dresdner ihrerseits konnten sich nach der 35. Minute wieder stabilisieren und wendeten so eine höhere Niederlage ab. Schon bevor Mex Raguse mit dem Abpfiff für seinen ASV das 27:21 erzielte, war diese schon länger besiegelt. Ein kleiner Lichtblick war Aufbauspieler Adrian Kammlodt mit 5 Treffern im zweiten Abschnitt.

Fazit: „Mir fehlt derzeit einfach der Lerneffekt und dass wir wie schon in Essen und Coburg in die gleichen Muster verfallen gefällt mir natürlich auch nicht“, sagte Christian Pöhler nach der Partie. Da dieser Lerneffekt beim HC fehlte, blieb auch in Hamm die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsauftritten bestehen. Vor über 1700 Zuschauern in der WESTPRESS arena besiegelte der HC nach einer katastrophalen Schlussviertelstunde in der 1. Halbzeit sein Ergebnis für die gesamte Partie. „Hier agieren wir teilweise hilflos“, sagte Christian Pöhler im Nachgang. Die Hausherren mit einem starken Oliver Krechel im Tor und einem gut aufgelegten Stefan Lex hatten in der 2. Halbzeit keinerlei Probleme mehr den Sieg einzufahren. Darüber kann die gewonnene 2. Halbzeit nicht hinwegtäuschen.

Nach der Partie sagte Christian Pöhler zusammenfassend zum Spiel: „Wer zuhause zweimal unentschieden spielt, sollte natürlich auswärts auch einmal etwas mitnehmen. Die Mannschaft hat die Woche gut trainiert und wir waren ordentlich vorbereitet. Wer allerdings von außen dachte wir fahren nach Hamm und nehmen die Punkte nach deren klarer Niederlage in Hamburg so einfach mit, der versteht diese Liga einfach nicht. Mir fehlt derzeit allerdings auswärts auch der Lerneffekt und dass wir wie schon in Essen und Coburg in die gleichen Muster verfallen, gefällt mir natürlich auch nicht.“

Tor: Halfmann/Huhnstock (beide Tor), Pulay, Jurgeleit, Dierberg 2, Gugisch 3, Buschmann, De Santis 4, Flödl 3, Hoffmann 1, Kretschmer, Greß, Kammlodt 5, Becvar 3, Quade

© H. Wegener

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Spielbericht: Wolfram Wegehaupt

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch