HCE reist zum traditionsreichen TUSEM

Mühlheim a. d. Ruhr - Für die Handballer des HC Elbflorenz geht es am Freitag nach Mühlheim an der Ruhr. Gegen den traditionsreichen TUSEM gilt es nun auswärts Punkte gut zu machen.

Was der nächste Auswärtsgegner zu leisten in der Lage ist, konnte man gleich am 1. Spieltag sehen, denn der TUSEM aus Essen fegte die DJK Rimpar mit 34:26 aus der eigenen Halle. Die DJK war immerhin der Achte der Vorsaison und hatte eine Woche vorher den Erstligisten TVB Stuttgart aus dem DHB-Pokal geworfen. Die Essener gelten im Allgemeinen als sehr heimstark. In der vergangenen Saison holte das Team von Trainer Jaron Siewert 26:12 Punkte in den „eigenen vier Wänden“. Nicht nur der Trainer des TUSEM ist mit 24 Jahren sehr jung, sondern auch weite Teile seines Teams. 

Auffällig bei der Spielweise der „Ruhrmetropolisten“ ist, dass es gleich mehrere Spieler gibt, welche mit einem starken Eins-gegen-Eins Verhalten der gegnerischen Abwehr große Probleme bereiten können. Mit Lukas Ellwanger, Justin Müller, Luka Witzke und Dennis Szczesny fallen gleich vier Akteure in diese Kategorie. Bei nur wenigen Teams in der Liga ist das so stark ausgeprägt. „Duzendfache“ Kreuzbewegungen kann man beim dem Spiel des TUSEM also eher nicht erwarten. Dazu spielt das Team um Mannschaftskapitän Jonas Ellwanger eine sehr kompakte 6:0-Abwehr. Es kann aber auch eine etwas offensivere 5:1-Abwehr auf das Parkett legen.

© Sachsen Fernsehen

Unterstützt wird das Ganze durch zwei guten Torhüter, Sebastian Bliß und Moritz Mangold. Dass die Essener zu knacken sind, zeigte in der Vorwoche Dessau. Überraschend deutlich unterlag der TUSEM beim Ostvertreter und verlor dabei während der 2. Halbzeit komplett den Faden. Zudem leistete sich das Team einige Undiszipliniertheiten.

Zu den Dresdnern ist vor dem nächsten Spiel nicht zu viel zu sagen. Es heißt den Lernprozess weiter fortzusetzen. Das Spiel gegen Hagen war eine klare Steigerung zum ersten Spiel in Coburg. Soll aus Essen etwas Zählbares mitgenommen werden, muss eine weitere Steigerung her. Vor allem die 1. Halbzeit aus dem Hagen-Spiel hat gezeigt, was die Mannschaft kann.

HC-Keeper Mario Huhnstock sagte zum kommenden Spiel: „Natürlich wollen wir die guten Sachen aus dem Hagen-Spiel mit nach Essen nehmen. Vor allem in der 1. Halbzeit waren wir in Abwehr wie Angriff sehr stabil. Das war schon besser als am 1. Spieltag. Essen ist eine junge dynamische Mannschaft, die im Eins-gegen-Eins Verhalten und den Gegenstößen ihre Stärken hat. Wir sollten schnell in den Auswärtsmodus kommen und versuchen durch eine stabile Deckung selbst zu einfachen Toren zu kommen.“

Trainer Christian Pöhler sagte im Blick auf die Partie: „Wir müssen uns das Positive aus dem Hagen-Spiel rausziehen. Es war ein schwieriges Spiel, aus dem wir 1 Punkt gezogen haben. Der Auftritt gibt uns insgesamt mehr Sicherheit. Ich hoffe die Spieler haben nach dem Hagen-Spiel noch etwas Wut im Bauch und wollen sich so den Punkt in Essen zurückholen. Essen ist natürlich ein gutes Team, mit derzeit guter Form.“

Text: Wolfram Wegehaupt

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch