HCE kassiert deutliche Niederlage in Lübbecke

Lübbecke - Vor dem Spiel war klar, der HC in der jetzigen Situation, der TuS im Aufwind und im Grunde einen Kader für die 1. Liga, da waren die Rollen klar verteilt. Trotzdem hatte man beim HC nach dem Auftritt in Ferndorf auf ein weiteres positives Signal gehofft, ganz besonders für sich selbst.

Bereits zur Halbzeit lagen die Dresdner Tiger schon mit 9 Toren zurück (16:7) und hatten damit im Endeffekt die Partie schon verloren. Nur 15 Minuten konnten sie dem Tempo und Spielniveau des TuS N-Lübbecke einigermaßen standhalten.

HC-Trainer Christian Pöhler zur dann folgenden Abschnitt bis zur Halbzeit: „Wir kommen dann in eine Phase in der wir viel zu leichtsinnig und risikoreich gegen solch einen starken Gegner agieren.“ Nach der Anfangsviertelstunde erzielten die Hausherren vor allem viele schnelle Tore per Konter, aus der 2. Welle oder auch mal aus der schnellen Mitte. Den Klassenunterschied in diesem Spielabschnitt zementierte vor allem Joel Birlehm im TuS-Gehäuse. Der nach dieser Saison in die 1. Liga nach Leipzig wechselnde Keeper, gehört derzeit zum Besten was die 2. Liga zu bieten hat. Schon in der Abstiegssaison des TuS aus der 1. Liga, war er die Entdeckung der Saison.

© Stephanie Fleischer
© Stephanie Fleischer

Am Ende der 1. Spielhälfte hatte Birlehm eine unglaubliche Quote von 64 Prozent gehaltener Bälle vorzuweisen (am Ende der Partie waren es 55 Prozent). Darunter auch ein 7 Meter, ein Konter sowie weitere freie Bälle der Dresdner. Über die Spielstände 6:2 sowie 13:6 ging der TuS mit einer klaren 16:7 Führung in die Kabine. Alleine die Tore 13, 14 und 16 waren dabei Tore aus dem schnellen Gegenstoß.

Die 2. Halbzeit begann mit dem Treffer zum 16:8 für den HC. Torschützte war Gabor Pulay. In der 34. Minute hatten die Hausherren dann mit dem 19:9 den nächsten Meilenstein im Spiel geschafft, denn man führte erstmals mit 10 Toren. Torschütze war der an diesem Tag stark spielende Moritz Schade am Kreis. Er traf bei 7 Versuchen 7 mal. In der 37. Minute verlor der HC dann auch noch verletzungsbedingt Spielermacher Roman Bečvář. Er konnte nicht mehr am Spiel teilnehmen.

Im weiteren Spielverlauf blieb zwar der Abstand oft ähnlich, mal 9, mal 10, mal 11 Tore, aber man sah weiterhin Hausherren die alles im Griff hatten. Allerdings wirkte der HC nun etwas besonnener und reifer im Angriff und konnte so das Ergebnis noch etwas im Rahmen halten. Am Ende gewann der TuS klar mit 32:20. Weder eine teilweise offensivere Deckung des HC, noch der Einsatz des 7. Feldspielers sowie verschieden Spielerwechsel, konnten daran entscheidend etwas ändern.

 

Text: Wolfram Wegehaupt

Artikel erstell von: Julia Mißbach