HCE will nichts verschenken

Dresden – Nach dem spielfreien Wochenende wollen die Dresdner Zweitligahandballer wieder angreifen. Am Sonntag kommt es in Hildesheim zum Showdown mit der abstiegsgefährdeten Eintracht. Gegen den Mitaufsteiger wollen die Tiger zwei wichtige Punkte einfahren. Die Niedersachsen stehen mit 14:44 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dabei hat die Eintracht eine massive Heimschwäche. In eigener Halle holten die Grün-Weißen lediglich 6 Punkte aus 15 Spielen. Eine schlechtere Heimbilanz hat nur der ThSV Eisenach.

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Spiele zwischen Dresden und Hildesheim sind seit der letzten Saison durchaus etwas Besonderes. Wer hat nicht noch den Greß-Treffer gegen Hildesheim aus der letzten Saison vor Augen. Der Treffer der den Verein kurzzeitig in Ekstase versetze. Letztendlich kamen beide Teams in die 2. Liga, nehmen aber nun zunehmend eine andere Entwicklung, denn eines ist vor dem nächsten Auswärtsspiel der Dresdner klar, der kommende Gegner Eintracht Hildesheim kämpft massiv gegen den Abstieg. Die Niedersachsen stehen mit 14:44 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz und haben so derzeit 4 Punkte Abstand zum rettenden Ufer. Dabei hat die Eintracht ein massives „Zuhauseproblem“, denn in eigener Halle holte das Team von Trainer Gerald Oberbeck lediglich 6:24 Punkte aus 15 Spielen. Schlechter ist nur der ebenso abstiegsbedrohte ThSV Eisenach. Insgesamt holte Hildesheim 2:22 Punkte aus den letzten 12 Spielen, dabei gelang kein Sieg. Der April ist für Hildesheim mit Spielen gegen Dresden, Dessau und Hagen, fast schon vorentscheidend. Für die Eintracht geht es um eine gute Ausgangsposition für den Schlusssport oder eben um eine sehr schlechte.

Kein Team in der 2. Bundesliga hängt so am Tropf eines Akteurs wie Hildesheim. Die Rede ist natürlich von Savvas Savvas. Der Rückraumspieler führt mit derzeit 219/56 Treffern die Torschützenliste der 2. Liga an und ist wirklich ein Spieler, dem man gerne beim Handball spielen zuschaut. Natürlich sind Spielmacher Robin John und Kreisspieler Nikolaos Tzoufras auch zu nennen. Beide machten in der letzten Drittligasaison oft den Unterschied und sind auch in diesem Jahr wieder wichtige Leistungsträger. Unverzichtbar ist zudem Torhüter Jakub Lefan. Nach den genannten klafft allerdings eine gewisse Lücke, denn weitere Spieler konnten bisher bei der Eintracht nicht länger am Stück überzeugen. Trotz der aktuellen Krise ist die Eintracht natürlich gefährlich, denn für die Niedersachsen gibt es jetzt nur noch Endspiele. Hildesheim muss gewinnen und wird so alles mobilisieren, um die Punkte zu behalten. Dass die Zuschauer in Hildesheim weiter hinter ihrem Team stehen, zeigt der Kartenvorverkauf, denn schon eine Woche vor dem Spiel waren mehr als 1500 Karten verkauft. Die Dresdner erwartet also ein heißer Tanz.

„Nach dem pflichtspielfreien Wochenende, sind wir natürlich wieder heiß auf den nächsten Fight. Gegen Mitaufsteiger sind es immer besondere Spiele und im Bezug auf die letzte Saison hat gerade das Spiel gegen Hildesheim einen besonderen Stellenwert für uns“, so bringt es Rechtsaußen Robin Hoffmann vor dem Spiel in Hildesheim auf den Punkt.

Die Dresdner lassen sich aufgrund der aktuellen Situation – siehe Abstand zu den Abstiegsplätzen – nicht blenden. Es sind noch viele Punkte zu vergeben. Auch in Hildesheim gibt es für den HC nichts zu verschenken. Die Pöhler-Sieben weiß, umso länger das Spiel in Hildesheim offen ist, um so größer wird der Druck auf das Heimteam, welches gewinnen muss. Zuletzt bewiesen die Dresdner immer wieder, wie nervenstark sie in solchen Situationen sind. Insofern rechnen sich die Sachsen natürlich bei der Eintracht etwas aus. Dabei geht der HC von einem ganz schweren Spiel aus. Auch weil sich beide Teams durch die Duelle im letzten Jahr gut kennen.

In diesem Sinne: Mit Selbstvertrauen nach Hildesheim!

Quelle: Wolfram Wegehaupt / HC Elbflorenz