HC Elbflorenz gewinnt Krimi gegen Hamm

Dresden - Der HC Elbflorenz hat in der 2. Handball-Bundesliga einen weiteren Heimsieg gefeiert. Mit 22:21 (10:10) gewannen die Dresdner Tiger die hart umkämpfte Partie in der BallsportARENA Dresden und festigen damit Tabellenplatz 4. 

Heimspiel des HC Elbflorenz gegen den ASV Hamm Westfalen. Teamchef Rico Göde warnte bereits vor der Partie, dass dies ein unangenehmes Spiel werden würde, da der Gegner sein Angriffstempo in der Regel arg verschleppt um so erst gar keinen Spielrhythmus aufkommen zu lassen. Dementsprechend zäh startete die Begegnung dann auch in der BallsportARENA Dresden. Lange Angriffe, viele Unterbrechungen. Und wenn der HCE einmal durchbrach, zeigte Gästekeeper Storbeck seine Klasse und parierte gleich mehrere Einschussmöglichkeiten der Hausherren. Gut nur, das der seit Wochen in Galaform aufspielende Mario Huhnstock ebenfalls an seine Leistungen anknüpfte und gleich Beginn sogar einen 7-Meter vereiteln konnte. So entwickelte sich eine hart umkämpfte, enge Partie, bei der sich kein Team absetzen konnte. Dass das Schiedsrichtergespann an diesem Abend eine recht lange Leine beim Zeitspiel ließ und zudem teilweise kleinliche  2-Minuten-Zeitstrafen verteilte, half dem Spiel ebenso wenig. HCE-Scharfschütze Lukas Wucherpfennig störte das alles wenig. Der Blondschopf verwandelte nahezu alle seine Chancen eiskalt.

Zur Halbzeit konnte der 7-Meter-Experte beim mageren Stand von 10:10 mit 4 Toren fast die Hälfte aller HCE verbuchen. Im zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig: Der HC Elbflorenz musste lange Angriffsphasen der Gegner überstehen. Im Tempogegenstoß fehlte dann häufig das letzte Fünkchen Konzentration. Chefcoach Rico Göde versuchte von draußen, die Moral seiner Mannschaft hochzuhalten. Mario Huhnstock hielt hinten, was zu halten war. Am Ende vereitelte er fast ein Drittel aller gegnerischen Versuche. Auf beiden Seiten hieß es ackern und beißen. Sebastian Gress, der sonst immer das HCE-Spiel prägt, war bis Mitte der zweiten Halbzeit relativ blass geblieben. Doch der nervenstarke Dresdner Spielmacher drehte in der entscheidenden Phase plötzlich wieder auf. Bis 10 Minuten vor Ende führte kein Team mit mehr als 2 Toren. Das änderte sich nach einem Doppelpack von Marek Vanco und einem blitzsauberen Kontertor durch Lukas Wucherpfennig, sehr zur Freude seiner Mitspieler. Nun war es ausgerechnet der HCE, der die letzten Minuten eiskalt und abgezockt mit langen Angriffen verstreichen ließ.

So gewinnt der HC Elbflorenz eine denkbar knappe Begegnung gegen den ASV Hamm-Westfalen mit 21:20 und beweist, dass er insbesondere in engen Matches mitterweile ein großes Selbstvertrauen in die eigene Leistungsstärke entwickelt hat. Für die Spieler bedeutet ihre überragende Saison aber auch, dass sie mittlerweile häufig als Favorit in ein Spiel starten und der Gegner primär auf das Zerstören eingestellt ist. Doch Woche um Woche zeigen die Jungs vom HCE, dass sie dieser neuen Situation gewachsen sind: Weiter geht es mit dem nächsten Heimspiel am 8. Mai gegen die DJK Rimpar Wölfe. Die Vorzeichen stehen nach den Erfahrungen der bisherigen Saison jedenfalls gut, dass es auch dann wieder einen Grund zur Freude im Dresdner Handball geben könnte.

© Max Giese
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