HCL fliegt aus der Bundesliga

Leipzig – Am Donnerstagnachmittag war es traurige Gewissheit: Der Handballclub Leipzig bekommt keine Lizenz für die nächste Saison in der Handball-Bundesliga und steigt somit zwangsläufig in die dritte Liga ab.
Der Stadionsprecher des HCL Roman Knoblauch ist wegen des sicheren Zwangsabstiegs sichtlich bedrückt.
Er sagte, dass es für den Verein und die Stadt eine Katastrophe sei. Unter Auflagen hätte der HCL 200.000 Euro von der Stadt Leipzig bekommen. Doch soweit kam es nicht. Die CDU Fraktion im Leipziger Stadtrat hatte sich gegen den Beschluss zur Förderung des Vereins ausgesprochen. Frank Tornau von der CDU findet, dass es ein strukturelles Problem sei und die fehlende Lizenz erwartbar gewesen.
Die Leipziger SPD stimmte mit einer Mehrheit für die Unterstützung des HCL. Der Fraktionsvorsitzende Christopher Zenker sieht auch nach dem nun sicheren Abstieg Potenzial im ehemaligen Spitzenclub. Er denkt, dass man sich beim HCL auf den Nachwuchs spezialisieren sollte, um wieder erste Liga spielen zu können.

Ein Problem dabei könnte sein, dass weitere Spielerinnen den Leipziger Club verlassen könnten. Sechs wichtige Handballerinnen der Mannschaft haben das bereits gemacht.

Am Freitag legte der HCL Widerspruch bei der Handball Bundesliga Frauen Vereinigung ein. Sollte diesem Einwand nicht statt gegeben werden, muss der Handball Club Leipzig in der nächsten Saison in der dritten Liga antreten.