Heilsarmee Dresden arbeitet auf Hochtouren

Dresden - Zeit mit der Familie verbringen, Geschenke auspacken, gutes und meistens viel zu viel Essen genießen. Das gehört doch irgendwie zu Weihnachten dazu, oder? Doch was, wenn das Geld für Geschenke fehlt, wenn es niemanden gibt, mit dem man Weihnachten verbringen kann. In solchen Fällen hilft die Heilsarmee Dresden. Ullrich Brumm hat die Mitarbeiter einen Tag lang begleitet.

Für seine Reportage ist Ullrich Brumm in der Dresdner Neustadt unterwegs und begleitet Gert Scharf und seine Mitstreiter von der Heilsarmee Dresden bei ihrer Arbeit. Jeden Dienstagabend bietet der Treff am Bischofsplatz eine Begegnungsstätte für Mitbürger, denen das Leben nicht immer wohlgesonnen ist. Die Heilsarmee hilft da wo Staat und Zivilgesellschaft ausgestiegen sind. 

Begonnen hat der Arbeitstag in Dresden Reick, die Alte Schule bildet die Hauptdienststelle. Seit 7:00 Uhr morgens stehen die Mitarbeiter in der Küche, eine halbe Stunde später erscheinen bereits die ersten bedürftigen Menschen. Sie werden mit einem offenen Ohr begrüßt und haben die Gelegenheit bei einem kostenfreien Frühstück über ihre alltäglichen Sorgen zu sprechen. 

Ullrich Brumm spricht sich positiv über die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus, die mit viel Herz und Leidenschaft den Bedürftigen helfen - unter ihnen auch Kinder. Einige von ihnen haben bereits selbst die Hilfe der Heilsarmee in Anspruch genommen und geben der Organisation nun etwas zurück. So sortieren sie beispielsweise Kleiderspenden oder stellen kleine Weihnachtspakete zusammen. Die Lebensmittelnotpakete werden mit viel Sorgfalt gepackt. Im Vorfeld wird genau überprüft, wer sich in einer tatsächlichen Notlage befindet und ein Paket erhalten darf, denn ein großzügiges Budget hat die Heilsarmee nicht zur Verfügung. 

Gegen Abend beginnt die Organisation mit ihrem Streifzug durch die Stadt. Sie versuchen auf diesem Weg besonders die wohnungslosen Menschen in Not zu erreichen. Der Kontakt gelingt über eine warme Mahlzeit in den kalten Wintermonaten oft problemlos, sodass es den Menschen einfach fällt, sich gegenüber den Mitarbeitern zu öffnen und Hilfe anzunehmen. 

Auf der Website www.heilsarmee.de können sie nachlesen, wie sie die Heilsarmee in ihrer Arbeit unterstützen können, um auch bedürftigen Menschen ein frohes Fest zu bescheren.