Heiß gegrillt bei Eiseskälte

Zum sechsten Mal hat am Samstag die Ur-Krostitzer Brauerei die Leipziger zum mittlerweile schon traditionellen Wintergrillen auf den Marktplatz geladen – 100 Zweierteams gingen an den Start beziehungsweise an den Grill.

In den Kategorien „Bestes Grillteam“, „Bestes alternatives Grillgut“ und „Beste Performance“ konnten die Teams ihr Können beweisen.

Sechs Jury-Gruppen bewerteten die Leistung der Grillteams. Wird der Jury zum Beispiel eine verpfuschte Wurst oder ein verbranntes Steak vorgesetzt, helfen auch „gute Beziehungen“ oder Bestechungen nichts, meint Jury-Mitglied Heiko Rosenthal:

„Ich bin grundsätzlich nie bestechlich! Insofern gibt es auch keinen Stimmenkauf. Allerdings glaube ich: Es gehört eine gute Performance dazu. Also die Chance, die Jury auch neben der Bratwurst noch zu überzeugen, die besteht. Und dann werden wir mal sehen!“

Wie die perfekte Bratwurst auszusehen und zu schmecken hat, weiß Heiko Rosentahl ganz genau:

„Ich glaube für mich ist es ganz wichtig, dass eine Bratwurst auch nach Bratwurst schmeckt – so der Klassiker. Da kann man viel falsch machen! Mal sehen! Es gibt auch den ein oder anderen, der meint, er müsste der Jury eine halbgare Bratwurst vorlegen – ich glaube damit hat man keine Chance!“

Für alle, denen in diesem Jahr noch nicht die perfekte Performance, das perfekte Grillgut gelungen ist, haben wir Ur-Krostitzer Brauereichef Wolfgang Welter gefragt, worauf man für eine richtig gute Wurst achten muss:

„Erstmal, dass es auf allen Seiten gut gebräunt ist, nicht verbrannt ist, dass die Konsistenz gut ist. Sie darf nicht holzkohlig sein, aber auch nicht roh. Genauso beim Steak: Es muss zu erkennen sein, dass es ein Steak ist, es darf aber auch nicht durch sein, sondern auf den Punkt! Und es darf nicht überwürzt sein und die Kaukonsistenz macht was aus.“
 
Wer beim Wintergrillen 2016 keinen Platz ergattern konnte, sollte sich für das nächste Jahr ranhalten. Denn bereits nach drei Tagen waren alle Startplätze für das diesjährige Grillen vergeben.