Heizöl, Pauschalreisen und Kartoffeln im Januar besonders preiswert

Angestiegen sind die Preise für Taxidienste (9,1 Prozent), Friseurleistungen (7,0 Prozent) sowie in Gaststätten und Kantinen (2,7 Prozent). Grund ist die Einführung des Mindestlohnes. +++

Erstmals seit Oktober 2009 (-0,1 Prozent) ergibt sich aller Voraussicht nach im Januar keine Verteuerung des repräsentativ zusammengestellten Warenkorbes in Sachsen. Infolge der starken Preisrückgänge bei „Haushaltsenergie“ (-7,2 Prozent) insbesondere „Heizöl“ (30,3 Prozent) sowie bei „Kraftstoffen“ (-15,2 Prozent) sinkt die Jahresteuerungsrate auf -0,3 Prozent.

Deutlich günstiger als vor einem Jahr sind zudem „Nahrungsmittel“ (-1,1 Prozent) speziell „Kartoffeln“ (-34,1 Prozent), „Butter“ (-19,5 Prozent), „Zucker“ (-19,0 Prozent) oder „Milch“ (-9,3 Prozent). Gestiegene Rohstoffpreise wirken sich bei „Bohnenkaffee“ (26,3 Prozent) und „Schokolade“ (6,2 Prozent) aus.

Teuerungen zwischen 3 und 4,5 Prozent zeigen Brot und Backwaren. Des Weiteren beeinflusst die Einführung des Mindestlohnes die Preisgestaltung für „Taxidienste“ (9,1 Prozent), „Friseurleistungen“ (7,0 Prozent) sowie in „Gaststätten und Kantinen“ (2,7 Prozent).

Im monatlich größten Ausgabeposten – der Wohnung – bleiben „Nettomieten“ (0,8 Prozent) über das Jahr gesehen relativ konstant. Bei den „Wohnungsnebenkosten“ (0,4 Prozent) sind dagegen neue Gebührensätze für „Wasser“ (0,6 Prozent), die „Müllabfuhr“ (-0,9 Prozent), „Straßenreinigung“ (2,3 Prozent) und geänderte Grundsteuerhebesätze (1,8 Prozent) zu berücksichtigen.

Im Vormonatsvergleich geben die Verbraucherpreise  voraussichtlich um 1,2 Prozent nach. Ausschlaggebend dafür sind die Rabatte im Bekleidungssektor (-5,1 Prozent), günstige Angebote bei „Pauschalreisen“ (-19,5 Prozent) sowie die rückläufigen Energiepreise (-3,9 Preise).

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen