Helma Orosz zum 10-Punkte-Plan der Bundesfamilienministerin für Krippenplätze

Dresdens Oberbürgermeisterin hat sich am Mittwoch gegen neue Kredite und die Wiederverschuldung Dresdens ausgesprochen. Ihr Statement hier unter www.dresden-fernsehen.de. +++

Lesen Sie hier das Statement von OB Orosz zum 10-Punkte-Plan der Bundesfamilienministerin:

“Kredite können für die Kommunen keine Lösung sein, um den Bedarf an Krippenplätzen zu lösen“, erklärt Oberbürgermeisterin Helma Orosz zum 10-Punkte-Plan der Bundesfamilienministerin. “Es ist positiv, dass der Bund das Thema jetzt in seiner ganzen Tragweite angeht. Auch einige der heute vorgestellten Punkte sind wichtig. Der Kernpunkt ist und bleibt aber der Bau von Plätzen bis 2013 und darüber hinaus, um den Rechtsanspruch zu erfüllen.

Dresden wird in jedem Fall keine Neuverschuldung eingehen, um mit Krediten den Bedarf zu decken. Damit würde das eigentliche Problem, nämlich die Finanzierung der Plätze, nur nach hinten verschoben.“ Weitere Vorhaben innerhalb des 10-Punkte-Plans sieht die Oberbürgermeisterin hingegen positiv: “Die Stärkung der Tagespflege und die Gewinnung von Fachpersonal ist sinnvoll und notwendig.“

Zum Hintergrund:

Dresden hat seit 2008 rund 5000 neue Kita-Plätze geschaffen, weitere 4000 befinden sich in der Planung oder im Bau. Davon sind rund 4500 Plätze im Krippenbereich. Der überwiegende Teil wird zum Start des Rechtsanspruchs am 01.08.2013 zur Verfügung stehen. Die vom Bund für die Stadt Dresden zur Verfügung stehenden 15,4 Millionen Euro Investiv-Förderung sind damit komplett ausgeschöpft. Doch Dresden wächst und wächst, auch die Quote der nachgefragten Betreuungsbedarfe steigt. Deshalb ist absehbar, dass Dresden auch nach In-Kraft-Treten des Rechtsanspruchs weitere Kita-Plätze bauen muss. Im Krippenbereich werden bis zum Jahr 2018 rund 1000 weitere Betreuungsplätze gebraucht. Bei Baukosten von ca. 24.000 Euro je Platz kostet das die Stadt Dresden mindestens 24 Millionen Euro zusätzlich in den nächsten Jahren – allein für den Altersbereich der Unter-3-jährigen.

Quelle: Stadt Dresden

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