Helmut Kohl ist tot

Ludwigshalfen – Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl starb am Freitag im Alter von 87 Jahren. Helmut Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler der Bundesrepublik.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich zum Tode von Bundeskanzler a.D. Helmut Kohl: „Der Tod Helmut Kohls erfüllt mich mit großer Trauer. Die Menschen in Sachsen, ja ich ganz persönlich haben ihm, seinem politischen, historischen Wirken so viel zu verdanken. Seine Rede in Dresden 1989, wo er zu den Menschen, die zuvor so entschlossen auf die Straßen gingen, sprach, hat uns allen Mut gemacht, Hoffnung gegeben, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diesen Weg ist er konsequent gegangen: Zur Einheit unseres Vaterlandes, zum Aufbau der neuen Länder und zur Vereinigung Europas. Heute leben wir in blühenden Landschaften, teilen Frieden und Freiheit mit unseren Freunden in Osteuropa und sind ein starker Partner in der Welt. Das ist das Erbe Helmut Kohls, dem wir verpflichtet sind. Das sind seine Leistungen, für die wir dankbar sind. Helmut Kohl hat viele Menschen begeistert, er hat Großes vollbracht – so behalten wir ihn Erinnerung, so bleibt er Vorbild für künftige Generationen.“

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion des sächsischen Landtages, Frank Kupfer, sagt: „Wir trauern um den Vater der Einheit und einen großen Europäer! Helmut Kohls Rede vor der Dresdner Frauenkirche 1989 war ein Meilenstein auf dem Weg zur Einheit unseres Vaterlandes. Danke Helmut Kohl, wir werden Dich nie vergessen!“

Der Landesvorsitzende der SPD Sachsen, Martin Dulig, honoriert das Lebenswerk von Helmut Kohl: „Obwohl wir politisch in vielen Dingen weit voneinander entfernt sind, zolle ich seiner Leistung als Bundeskanzler, die Einheit Deutschlands vorangetrieben zu haben, den größten Respekt. Er war ein großer Europäer, der sich für die Versöhnung und Entwicklung der Europäischen Union eingesetzt hat. Seiner Familie drücke ich mein tiefes Mitgefühl aus.“

Zu den wohl bedeutensten Reden Kohls gehört wohl seine Ansprache am  19. Dezember in Dresden. Hier sprach Kohl erstmals vor größerem Publikum in der DDR. Vor der Ruine der Frauenkirche wurde dem Kanzler klar, dass die Signale voll auf Wiedervereinigung standen.