Herbstcamp soll lernschwache Schüler zu Schulabschluss führen

Lernschwache Schüler zu motivieren, ihnen ihre Stärken aufzuzeigen und sie fit für einen erfolgreichen Schulabschluss und Berufsstart zu machen, das ist das Ziel eines Pilotprojektes der Handwerkskammer Dresden, welches in dieser Woche startete. +++

Zu Beginn steht ein einwöchiges Herbstcamp bis zum 26. Oktober, das die sieben Schüler aus zwei Lernförderschulen in Dresden und Meißen durchlaufen. Die Teilnehmer sind zwischen 13 und 16 Jahre alt und streben im kommenden Jahr den Schulabschluss an.

„Mit Blick auf die zurückgehenden Schulabgängerzahlen und auf die Schulabbrecherquote von immerhin noch rund zehn Prozent in Sachsen ist es wichtig, keinen Schüler im Regen stehen zu lassen“, sagt der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Dr. Jörg Dittrich. „Wir alle – Schulen, Eltern, Ausbildungsbetriebe, Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaften und Innungen – müssen an einem Strick ziehen um allen Schülern – auch denen, denen das Lernen schwerer fällt –  einen erfolgreichen Schulabschluss und damit guten Ausgangspunkt für die duale Ausbildung zu ermöglichen.

„Das Herbstcamp findet im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Großenhain der Handwerkskammer Dresden statt. Das abwechslungsreiche Wochenprogramm sieht – neben gemeinsamer Freizeitgestaltung – zum einen Workshops zu den Themen Zeitmanagement sowie Stress- und Konfliktbewältigung zur Stärkung der Sozialkompetenz vor. Zum anderen verbringen die Schüler täglich mehrere Stunden in der Werkstatt, um sich praktisch auszuprobieren. Dabei wird ein reales Projekt umgesetzt: die Fertigung von Sitzbankgruppen für die Kita „Pfiffikus“ in Großenhain (Preuskerstraße 58).

Im Herbstcamp geht es darum, dass die Schüler in Theorie und Praxis ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten erkunden und beweisen. Dabei sollen Erfolgserlebnisse geschaffen werden, wie z. B. mit dem Bau der Sitzgruppen, um ihnen einen Motivationsschub zu geben, der im besten Fall auch auf den schulischen Bereich übergreift“, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Dr. Andreas Brzezinski. Dies sei gerade für lernschwache Schüler wichtig, die bis-her kaum Erfolgserlebnisse und Anerkennung in der Schule erfahren haben bzw. oft gar nicht die eigenen Stärken kennen.

In dem von der Sächsischen Aufbaubank geförderten Projekt werden die Schüler bis zum Ende des laufenden Schuljahres im August 2013 von den Projektbetreuern der Handwerkskammer Dresden pädagogisch begleitet. Es werden individuelle Förderpläne erstellt und Handlungsbedarfe daraus abgeleitet. Zudem werden im Anschlusscamp in den Februar-Ferien Kontakte zwischen Schülern und handwerklichen Ausbildungsbetrieben hergestellt, als erster Schritt Richtung Bewerbung und Ausbildungsstart.

Quelle: Handwerkskammer Dresden

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