Herbstzeit ist Jagdzeit in den sächsischen Wäldern

Sachsenforst setzt verstärkt für eine Intervalljagd. Ruhephasen wechseln sich dabei mit intensiven Jagdintervallen ab. Zudem soll ein höherer Anteil des Wildes auf sogenannten Drückjagden erlegt werden. +++

Der Jagd kommt für die Schaffung von Mischwäldern eine Schlüsselrolle zu. Es gibt in Sachsen bereits Waldgebiete, wo der Zukunftswald sichtbar geworden ist. Junge Bäume wachsen unter alten, die verschiedensten Arten nebeneinander. In einem gesunden und artenreichen Wald ist genügend Platz für Hirsch, Reh und Wildschwein. Waldbilder in manch anderen Regionen zeigen uns jedoch auch, dass der Zukunftswald hier noch in weiter Ferne liegt.

„Der Rothirsch ist zu Recht der König des Waldes und er ist immer wieder eine imposante Erscheinung, wenn man ihm im Wald begegnet. Auch in Zukunft wird der Hirsch seine Fährten durch unsere Wälder ziehen, aber die Anzahl der Wildtiere muss waldverträglich sein.

Sachsenforst will einen artenreichen und gesunden Wildbestand erhalten, eine negative Beein-trächtigung unseres Zukunftswaldes muss vermieden werden“, verdeutlicht Landesforstpräsident Prof. Dr. Braun .„Übrigens halten wir uns gerade beim Abschuss alter Hirsche weit mehr zurück als andere Jagdbezirksinhaber“. Um die Beunruhigung der Wildtiere auf ein Minimum zu begrenzen, setzt sich Sachsenforst verstärkt für eine Intervalljagd ein. Ruhephasen wechseln sich dabei mit intensiven Jagdintervallen ab. Zudem soll ein höherer Anteil des Wildes auf sogenannten Drückjagden erlegt werden. Nach einer einmaligen Beunruhigung hat das Wild anschließend wieder Ruhe und kann seinen Nahrungs -und Energiebedarf reduzieren. Sachsenforst versucht zudem, das Nahrungsangebot für das Wild nachhaltig zu verbessern.
Wildwiesen werden gepflegt bzw. neu geschaffen.

Durch den erfolgreichen Waldumbau in den letzten Jahren ist der Wald auch bunter und vielfältiger geworden. Es gibt nicht mehr die „sauberen Kulturen“, in denen außer Fichte oder Kiefer nichts wachsen darf. Diese zunehmende Waldstruktur tut unserer Tierwelt gut.

Sachsenforst wird zukünftig die Hände nicht in den Schoß legen, sondern versuchen, weitere wissenschaftliche Erkenntnisse beispielsweise über das Rotwild zu erlangen. Ein sehr erfolgreiches Jagdmanagementprojekt im Forstbezirk Marienberg ist gerade in der Überführungsphase in die jagdliche Praxis. Aktuell istein mindestens drei jähriges Forschungsprojekt in Vorbereitung. Fragestellungen zur Höhe des Rotwildbestandesim Erzgebirge sollen ebenso beantwortet werden, wie auch Fragen zur Struktureiner Rotwildpopulation. Ziel ist es, dass die Lebensräume für das Wild nachhaltig verbessert werden und die notwendige Jagd noch störungsärmer gestaltet wird .Allein eines stellt Sachsenforstchef Braun abschließend klar: „Ohne eine deutliche Reduktion des Wildbestandes werden alle begleitenden Maßnahmen nur sehr eingeschränkt Wirkung zeigen. Unser Anspruch ist die Einheit aller Waldfunktionen und die gewährleistet auf Dauer nur ein stabiler Mischwald“.

Sachsenforst bejagt etwa 13 % der Jagdfläche im Freistaat Sachsen, auf 87 % der Jagdfläche liegt die Jagd in privater Hand. Landesforstpräsident Braun appelliert: „Wenn wir gemeinsam etwas für unseren Wald und unser Wild erreichen wollen, dann werden alle Jäger mit Sachsenforst einen kompetenten und gesprächsbereiten Partner finden. Nur in einer engen, sachbezogenen Zusammenarbeit aller Jäger ist die Jagd zukunftsfähig zu gestalten“.

Internetseite www.sachsenforst.de.

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