Herzschlagfinale beim ChemCats-Spiel

Die ChemCats standen am Wochenende vor einer schweren Aufgabe.

Mit den Eisvögeln aus Freiburg hatte sich ein starker Gegner in der Schloßteichhalle angekündigt. Zudem sollte nach der Pleite gegen Halle endlich der erste Heimsieg her. Am Anfang sah es auch richtig gut aus für die Cats. Dann wurde das Spiel zum Krimi. Und am Ende jubelten doch die Chemnitzer Fans.

Katzen jagen Vögel, das liegt nun mal in der Natur der Dinge. Und die ChemCats hatten, gestärkt von mehr als 400 Fans, auch großen Appetit, die Eisvögel aus Freiburg zu verspeisen. Gleich zu Beginn der Partie wurde allerdings klar, dass dieses Unterfangen nicht einfach werden würde. Die Gäste aus Freiburg erwischten den besseren Start. Die Chemnitzerinnen, die ohne Holly Robertson und Susann Drechsel spielen mussten, hinkten immer ein paar Punkte hinterher. Erst am Ende des 1. Viertels erarbeiteten sich die Cats einen kleinen Vorsprung.
Den gaben die Gastgeberinnen auch nicht mehr her. In einem starken 2. Viertel zogen die Chemnitzerinnen immer weiter davon. Freiburg versuchte mitzuhalten, doch Chemnitz hatte die bessere Trefferquote. Mit einem recht komfortablen Vorsprung von 9 Punkten ging es in die Halbzeitpause. Die ChemCats waren wieder einmal drauf und dran, ihrem Ruf als unberechenbarstes Team der Liga gerecht zu werden.

Doch dann kam es, dass gefürchtete dritte Viertel, mit dem die ChemCats fast schon traditionell ihre Schwierigkeiten haben. Und tatsächlich holten die Freiburger auf. Ausgleichen oder gar davonziehen konnten sie jedoch nicht, dazu spielten die Chemnitzer Damen zu souverän, der gefürchtete Einbruch bleibt aus. Der kam dafür dann im letzten Viertel. Spielführerin Katja Zberch muss nach ihrem fünften Foul vom Parkett. Die Cats zeigen Nerven, Freiburg rückt näher, gleicht aus und liegt plötzlich einen Punkt vorn. Was war da passiert?

Und so kam es zum bereits eingangs erwähnten Krimi. Beide Mannschaften kämpfen um den Sieg. Kurz vor Schluss liegt Chemnitz einen Punkt zurück und erhält zwei Freiwürfe. Die bis dato recht unauffällig gebliebene Alena Sopirjakova verwandelt beide sicher, Chemnitz führt wieder. Freiburg bleiben zehn Sekunden, um zu punkten. Der erste Versuch geht schief, der zweite landet im Korb. Doch die Gäste jubeln zu früh. Der Treffer kam nach der Schlusssirene. Mit einer Portion Glück gewinnen die ChemCats 73 zu 72, Freiburg zeigt sich als fairer Verlierer.

Die ChemCats haben die Eisvögel am Ende nach einem Herzschlagfinale also doch noch verputzt. Als nächstes kommt Aufsteiger TC Herne in die Schlossteichhalle.

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