Heute ist Weltnichtrauchertag!

Nach Expertenschätzungen sind 60 Prozent (bei Frauen) bis 90 Prozent (bei Männern) der Lungenkrebsfälle auf Tabakrauch zurückzuführen und könnten daher vermieden werden.

Im Jahr 2008 wären demnach im Freistaat Sachsen bei Frauen 334 von 556 neu aufgetretenen Lungenkrebsfällen und 281 von 468 Todesfällen durch Lungenkrebs vermeidbar gewesen. Bei den Männern wären es 1615 von 1794 Lungenkrebsfällen und bis zu 1419 von 1577 gezählten Todesfällen gewesen.

»Im Ländervergleich des GKR-Einzugsgebiets weist der Freistaat Sachsen erfreulicher Weise bei Frauen und Männern die niedrigste Neuerkrankungsrate an Lungenkrebs auf. Lungenkrebs zählt bei beiden Geschlechtern zu den häufigsten Krebslokalisationen. Bei Frauen ist es die vierthäufigste Krebserkrankung und bei Männern nach Tumoren der Prostata und des Darmes die dritthäufigste Krebslokalisation. Wer das Rauchen aufgibt, verringert damit deutlich sein Erkrankungsrisiko«, sagte Gesundheitsministerin Christine Clauß.

Aufgrund seiner schlechten Prognose ist Lungenkrebs auch eine der häufigsten Krebstodesarten. Im Jahr 2008 waren 8,6 Prozent aller Krebstodesfälle bei Frauen auf Lungenkrebs zurückzuführen und 23,9 Prozent der Krebstodesfälle bei Männern. Von in den Jahren 2000 bis 2004 diagnostizierten Lungenkrebsfällen starben 53 Prozent der Frauen und 62 Prozent der Männer bereits innerhalb der ersten 12 Monate nach Diagnose. Die relative 5-Jahre-Überlebenswahrscheinlichkeit betrug für Frauen im Mittel 19 Prozent für Männer rund 14 Prozent.

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