Heute ist Weltstatistiktag!

Die Präsidentin des Statistischen Landesamtes Frau Prof. Dr. Schneider-Böttcher nimmt dies zum Anlass, das neue Statistische Jahrbuch 2010 für Sachsen in Dresden vorzustellen. +++

Statistische Daten bilden das soziale und wirtschaftliche Leben ab, zeigen Veränderungen auf und dienen so auch der Politik als Handlungsgrundlage.

Diese Daten können aber nur durch die Unterstützung aller Auskunftgebenden – ob Privatpersonen, Firmen, Institutionen oder Behörden – möglichst zeitnah und qualitativ hochwertig bereitgestellt werden.

Die Ergebnisse für das vergangene Jahr sind im Statistischen Jahrbuch für Jedermann verfügbar. So zeichneten sich 2009 beispielsweise folgende Entwicklungen in Sachsen ab:

– Die Struktur der Privathaushalte weist zu 43 Prozent Ein-Personen-Haushalte auf.

– 46 Prozent der Bevölkerung waren erwerbstätig.

– Die sächsische Wirtschaftslandschaft ist weiter geprägt durch 98 Prozent Unternehmen mit weniger als 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Diese und weitere Informationen können als einzelne Kapitel oder als Gesamtdatei kostenlos im Internet unter http://www.statistik.sachsen.de heruntergeladen werden. In Buchform kann es für 24,90 Euro im Vertrieb erworben werden.

Ausgewählte Highlights aus dem Statistischen Jahrbuch 2010

S wie Schüler

Die Schülerzahl an den sächsischen Mittelschulen stieg wieder an (+736 Schüler).

A wie Arbeitsmarkt

278 196 Arbeitslose waren im Jahresdurchschnitt 2009 in Sachsen registriert – 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

C wie CDU

Die CDU gewann bei der Wahl zum Sächsischen Landtag 58 von insgesamt 60 Direktmandaten.

H wie Heirat

Das durchschnittliche Heiratsalter Lediger stieg 2009 bei Frauen auf 30,1 und bei Männern auf 33,1 Jahre.

S wie Sozialhilfe

Für Leistungen der Sozialhilfe wurden 564 Millionen Euro ausgegeben, darunter allein 364 Millionen Euro als Eingliederungshilfen für behinderte Menschen.

E wie Einwohner

20,4 Prozent der Sachsen lebten in Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern.

N wie Neubau von Wohngebäuden

Nach Zeiten steigender Rohstoff- und Energiepreise verteuerte sich 2009 der

Neubau eines Wohngebäudes gegenüber dem Vorjahr lediglich um 0,9 Prozent.

2009 gab Sachsen 235 Millionen Euro für die nach BAföG Geförderten aus. Das war so viel wie noch nie.

Die Vereinten Nationen haben den Weltstatistiktag ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Statistik für die Gestaltung moderner Gesellschaften zu unterstreichen und das öffentliche Bewusstsein und Vertrauen in amtliche Statistiken zu stärken. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki‑Moon, verdeutlicht in seiner Botschaft zum Weltstatistiktag, dass Statistiken das moderne Leben durchdringen und die Grundlage für viele Regierungs-, Wirtschafts- und Gemeinschaftsentscheidungen bilden. Die Statistik sei ein unerlässliches Hilfsmittel für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung, gerade auch in den ärmeren Staaten der Erde.

Natürlich spielt beim ersten Weltstatistiktag auch der Zensus 2011 eine große Rolle, beteiligen sich doch insgesamt 216 Staaten der Erde an der aktuellen Zensusrunde. Der Zensus 2011 ist eine Vollerhebung. Das Neue daran, einzelne Daten werden – statt wie früher in einem Fragebogen – nun aus bestimmten Registern erhoben, wobei der Umfang der Datennutzung im Zensusgesetz festgelegt ist. Ziel soll es sein, zum Stichtag 9. Mai 2011 eine möglichst genaue Momentaufnahme für Basisdaten zur Bevölkerung, zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation zu liefern.

In Sachsen laufen die Zensusvorbereitungen auf Hochtouren. Ab 1. November 2010 werden sachsenweit 39 örtliche Erhebungsstellen eingerichtet. Deren Hauptaufgabe wird in den nächsten Monaten u. a. darin bestehen ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte, d. h. Interviewerinnen und Interviewer, für die Durchführung der Haushaltsbefragung zu gewinnen.

Weiterhin wird ab dem 1. November 2010 an alle privaten Gebäude- und Wohneigentümer in Sachsen ein Informationsschreiben in Vorbereitung der Gebäude- und Wohnungszählung 2011 durch das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen versendet.

Quelle: Statistisches Landesamt
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