Hier sollen Kinder besser integriert werden

Dresden - Die Deutsche Kinder und Jugendstiftung baut ihr Modellprogramm WillkommensKITAs aus. Bis 2020 sollen jährlich 30 neue Kitas dazukommen, die für drei Jahre unterstützt werden. Auch die Kita "Tabaluga" in Dresden Johannstadt ist Teil des Programms. Aus diesem Anlass haben Kultusminister Christian Piwarz und Integrationsministerin Petra Köpping heute die WillkommensKITA besucht.

Hier in der Kita "Tabaluga" sprechen die meisten Kinder kein Deutsch - eine Herausforderung für die Erzieher allen Kindern gleichermaßen gerecht zu werden. Nun sind weitere WillkomensKITAs in Sachsen geplant. Deshalb haben sich Christian Piwarz und Petra Köpping über die Probleme dieser Einrichtung in Dresdner Johannstadt ausgetauscht. Nicht nur die Sprachbarriere, auch die kulturelle Vielfalt stellt eine große Herausforderung für Kinder, Eltern und Erzieher dar. Ein Schwerpunkte des Förderprogramms der deutschen Kinder- und Jugendstiftung ist Berührungsängste gegenüber Zugewanderten Menschen abzubauen. Die Erzieher sollen bei der Bewältigung täglicher Herausforderungen, wie zum Beispiel Sprachbarrieren unterstützt werden. 

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In der Kita werden insgesamt 161 Kinder von einem Team aus Erziehern, Heilerziehungspflegern und Sozialpädagogen betreut. Trotz des hohen Migratenanteils muss die Kita mit dem sächsischen Betreuungsschlüssel auskommen. Kultusminister Piwarz und Integrationsministerin Köpping sagen nun ihre Unterstützung zu. Sie wollen Anregungen aufnehmen, um das Programm weiterzuentwickeln und die Kitas in Sachsen noch mehr zu unterstützen. Die Tabaluga-Kita ist eine von 30 WillkommensKITAs in Sachsen. Nach einer ersten erfolgreichen Projektphase sollen nun 70 weitere Einrichtungen in das Programm aufgenommen werden. Das hat der Freistaat Sachsen im letzten Jahr mit 150.000 Euro gefördert.

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