Hilfe für Deutsches Sattelschwein, Thüringer Waldziege und Co. gesichert

Sachsen fördert den Erhalt existenzgefährdeter Haustierrassen.

Der Freistaat unterstützt die sächsischen Halter seltener oder gefährdeter Nutztierrassen in diesem Jahr mit rund 58 000 Euro. Die Fördermittel werden bereits in den kommenden Tagen ausgezahlt, teilte Landwirtschaftsminister Frank Kupfer am Dienstag bei einem Besuch auf dem Arche-Hof „Alte Flugschule“ in Großrückerswalde im Erzgebirgskreis mit.

„Jede Landwirtschaft lebt von der Artenvielfalt. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Züchtung und damit für die Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an sich verändernde Markt-, Produktions- und Umweltbedingungen“, so der Minister. „Die Fördermittel sollen den Haltern einen teilweisen Ausgleich für wirtschaftliche Nachteile sichern, die im Vergleich zur Haltung von Tieren konventioneller Rassen entstehen. Deshalb bin ich dankbar, dass der Sächsische Landtag die nötigen Haushaltsmittel zur Verfügung stellt“, so Kupfer.

Die Haltungsprämien werden über den Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen e. V., den Sächsischen Rinderzuchtverband e. G., den Mitteldeutschen Schweinezuchtverband e. V. sowie den Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband e. V. für folgende Tiere ausgezahlt.

Eine Prämie in Höhe von jeweils 200 Euro pro Tier erhalten die Züchter der Rassen „Rheinisch-Deutsches Kaltblut“ (40 Tiere in Sachsen) und das „Rote Höhenvieh“ (75 Tiere in Sachsen). Für das „Deutsche Sattelschwein“ (23 Tiere in ganz Sachsen) erhalten die Züchter 100 Euro pro Schwein. Für die bedrohten „Merinofleischschafe“ (167 Tiere), die „Ostfriesischen Milchschafe“ (413 Tiere), die „Leineschafe“ (265 Tiere), die „Skudden“ (138 Tiere) und die „Thüringer Waldziegen“ (98 Tiere) erhalten die Züchter jeweils 30 Euro pro Tier.

In Sachsen profitieren insgesamt 25 Pferdehalter, elf Rinderhalter, elf Schweinehalter, 33 Schafhalter und sechs Ziegenhalter von der Unterstützung.