Historiker Heinrich August Winkler ausgezeichnet

Für sein vierteiliges Werk „Geschichte des Westens“ erhielt er am Mittwochabend den Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2016.

Am Mittwochabend wurde der deutsche Historiker Heinrich August Winkler im Gewandhaus ausgezeichnet. Für sein vierteiliges Werk „Geschichte des Westens“ erhielt er den Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2016.

Laudator Volker Ullrich:
„Die Kunst präzise Analyse und anschauliche Erzählung zu verbinden beherrscht Winkler wie kaum ein zweiter deutscher Historiker. Er schreibt eine elegante, menschenfreundliche Prosa. Und er versteht es eine schier erdrückende Stofffülle zu bändigen und die Vielfalt der Sspekte zur meisterlichen Synthese zu bringen.“


In seiner Dankesrede hob Winkler insbesondere die Rolle Leipzigs im Zusammenhang mit den freiheitlichen Werten des Westens hervor. Gleichzeitig mahnte er, dass die Idee der westlichen Werte auch gelebt werden müsse.

Heinrich August Winkler, Preisträger:
Eine und letzlich die wichtigste dieser Gemeinsamkeiten sind die Werte, die wir so gern die Europäischen nennen. Die historisch gesehen aber eher transatlantische oder westliche Werte und ihrem normativen Anspruch nach universal sind. Wenn der Westen sich selbst an seine Normen hält und selbstkritisch mit seinen Abweichungen davon ins Gericht geht, dann und nur dann werden die Ideen von 1776 und 1789 ihr Leuchtkraft weltweit behalten.“

Neben dem Ausgezeichneten selbst und dem Laudator Volker Ullrich sprachen auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Oberbürgermeister Burkhard Jung zu den Gästen. Beide betonten noch einmal, dass Demokatie harte Arbeit sei. Nicht nur auf der Buchmesse solle daher die Freiheit des Wortes intensiv gelebt werden.

Der 1994 erstmals ausgelobte Buchpreis der Leipziger Buchmesse wird jährlich vergeben und zählt zu den wichtigsten Literaturpreisen Deutschlands.

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