Historische Dokumente

Unbekannte Bach-Autographe in Leipzig aufgefunden

Drei Bach-Handschriften aus den Jahren 1743, 1745 und 1748 wurden kürzlich von Dr. Andreas Glöckner vom Bach-Archiv Leipzig bei Recherchen zur Musikpflege an der Universitätskirche St. Pauli im Universitätsarchiv entdeckt. Dabei handelt es sich um Zeugnisse, die Johann Sebastian Bach für drei seiner Präfekten eigenhändig ausgestellt hat.  

Die Zeugnisempfänger bewarben sich mit Bachs Empfehlung um ein vier- bis fünfjähriges Stipendium, an der Universität Leipzig.  Die Einrichtung eines solchen Stipendiums war der Bach-Forschung bislang unbekannt, ebenso Bachs Beteiligung bei Vergabe des ‚Hammerischen Stipendiums‘, das mittellosen Thomasschülern nach Beendigung ihrer Schulzeit ein Universitätsstudium ermöglichte.

Die beiden anderen Zeugnisse hat Bach für seine Schüler Christian Gottlob Fleckeisen und Johann Wilhelm Cunis ausgestellt. Während des Bachfestes im Juni 2009 wird Dr. Andreas Glöckner im Rahmen seines Vortrags „Die Musikpflege an der Leipziger Universität zur Zeit Bachs neue Dokumente und Erkenntnisse“ detailliert über die im Universitätsarchiv entdeckten Quellen berichten.