Historischer Altar zurück im Paulinum

Das Holzkunstwerk wurde aufwendig restauriert und steht nun wieder im Andachtsraum der Unikirche. Nach der Sprengung des Paulinums im Jahre 1968 war der Altar eingelagert worden, ab 1993 stand er in der Thomaskirche. +++

Am 30. Mai 1968 hat das DDR-Regime die Paulinerkirche in Leipzig sprengen lassen. In den letzten Jahren ist am selben Standort ein moderner Neubau entstanden. Und mittlerweile haben auch zahlreiche Kunstschätze ihren Weg zurück in das Gotteshaus gefunden. Allen voran der prunkvolle Paulineraltar.

Das über 500 Jahre alte Holzkunstwerk war nach der Sprengung der Kirche zerlegt und eingelagert worden, ab 1993 stand es als Leihgabe in der Leipziger Thomaskirche. Bevor der monumentale Flügelaltar ins Paulinum zurückkehren konnte, musste noch viel getan werden. Das Team um Restaurator Manfried Eisbein arbeitet bereits seit Jahrzehnten an dem Holzkunstwerk denn die bewegte Geschichte hinterlies ihre Spuren. Bis Dezember werden noch einige Retuschen vorgenommen, außerdem muss der Altar noch richtig befestigt werden. Wichtig ist aber vor allem auch das richtig Klima.
Wann das Paulinum eingeweiht werden kann steht noch nicht ganz fest. Die Landesregierung hofft, dass der Innenraum bis Ostern fertig ist. Allerdings ist zum Beispiel noch unklar, wann die Glasfassaden für die Säulen geliefert werden können. Ein Muster aus grünem Glas wurde bereits angebracht, letztendlich sollen die Säulen aber mit weißem Glas verziert werden.