Hitze bedroht Dresdens Bäume

Dresden - Die Bäume der Landeshauptstadt leiden unter den Folgen des Klimawandels. Seit 2018 sind bereits 300 Stück abgestorben und mussten gefällt werden.

Hauptgrund für das Absterben ist hauptsächlich die große Hitze und die anhaltende Trockenheit, denn 2018 war nach 1917 und 1943 das trockenste Jahr. Die geringen Niederschlagsmengen der letzten Jahre führen auch zu einem zu niedrigen Grundwasserspiegel, hinzu kommt die Belastung durch besonders starke Sonneneinstrahlung. Auch wenn die Hitze allein die Bäume nicht umittelbar absterben lässt, der große Stresspegel macht die Bäume anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Somit sind auch verschiedene Baumarten im Stadtgebiet betroffen, vor allem Buchen-, Kastanien- und Kiefernarten.

Der Stadt ist das Problem bewusst, aber für große Nachpflanzungs- und Pflegemaßnahmen fehlt das Geld. Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft will nun vor allem die Jungbäume besonders stark gießen, außerdem kommen 250 Wassersäcke an Extremstandorten zum Einsatz. Diese geben das Wasser über den Tag verteilt ab. Für zukünftige Pflanzungen werden nun auch neue Baumarten  wie bspw. Woll-Apfel, Italienischer Ahorn und Japanische Flügel-Nuss getestet, welche widerstandsfähiger gegen Hitze, Wassermangel und Krankheiten sein sollen.

Die Einwohner Dresdens sind aufgerufen, den Bäumen in ihrer Umgebung auch selbst etwas Gutes zu tun und regelmäßig zu gießen. Dresdens Bäume sind wichtige Mitbewohner, die für Abkühlung und frische Luft sorgen, außerdem filtern sie Schadstoffe aus der Luft.