Hochkultur statt Hochwasser: Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet

Sachsens Tourismusbranche trotzt dem Hochwasser: 14 Tage nach der Flut sind 99 Prozent der Reiseziele in den am meisten betroffen gewesenen Ferienregionen wieder ohne Einschränkungen für Urlauber und Ausflugsgäste bereit. +++

Kaum mehr Einschränkungen für Urlaub in Sachsen nach dem Hochwasser  

“Kurzfristige Absagen und Stornierungen oder die Änderung von Reiseplänen sind absolut unnötig“, teilte Ines Nebelung, Sprecherin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, am Freitag in Dresden mit. Stornierungen von zum Teil zehn Prozent und der Rückgang von Buchungsanfragen für den Spätsommer und die Herbstferien führen zu der Erkenntnis, dass die Bevölkerung verunsichert und Aufklärung nötig ist.  

Ob die ausgesprochen schönen Wander- und Kletterregionen im Elbsandsteingebirge oder Radfahren und Städtetourismus in Bautzen, Zittau, Görlitz und Sebnitz – ein Aufenthalt in Sachsen ist attraktiv wie je zuvor. So sind in der Sächsischen Schweiz Sehenswürdigkeiten wie die Bastei oder die Festung Königstein lohnende Ziele ausgedehnter Wanderungen oder von Ausflügen. Wanderwege wie linkselbische Abschnitte des Malerwegs, sind begehbar. Die S-Bahn auf der Strecke Dresden-Schöna verkehrt fast wie gewohnt und bringt Wanderfreunde zu den Ausgangspunkten ihrer Touren. Das stark vom Wasser heimgesuchte Kirnitzschtal ist von Bad Schandau aus mit dem Auto oder Rad problemlos bis zum Lichtenhainer Wasserfall befahrbar. Von hier sind Wanderungen beispielsweise zu den Schrammsteinen, dem großen Winterberg oder dem Kuhstall möglich.

Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten gibt es im Kirnitzschtal zum Beispiel im Hotel Forsthaus, in der Pension Felsenmühle, in der Neumannmühle, Mittelndorfer Mühle und Ostrauer Mühle. Die stark beschädigte Buschmühle sowie das Gasthaus Lichtenhainer Wasserfall sind bis auf Weiteres geschlossen. Auch die historische Kirnitzschtalbahn fährt bis vorerst September nicht, Schienenersatzverkehr ist eingerichtet.  

Auch auf dem historischen Marktplatz in Sebnitz herrscht wieder Markttreiben: Hier wurde in den letzten Tagen aufgeräumt, gereinigt und getrocknet, um Unterkünfte, Straßen, Läden und Restaurants wieder flott zu machen. Und so ist Sebnitz empfangsbereit für seine Gäste. Wie gewohnt entstehen in der Schaumanufaktur “Deutsche Kunstblume Sebnitz“ vor den Augen interessierter Zuschauer die Seiden- und Kunstblumen auf traditionelle Art, Manufaktur und Verkauf sind geöffnet. Im Dr.-Petzold-Bad stehen das Freibad und Therapiemöglichkeiten in vollem Umfang zur Verfügung. Spätestens ab 27. August werden auch wieder Kahnfahrten auf der Oberen Schleuse Hinterhermsdorf möglich sein. Sebnitz ist über Pirna – Lohmen – Hohnstein oder über Stolpen – Neustadt ohne Einschränkungen erreichbar.

Nur durch das Kirnitzschtal ist die Durchfahrt noch nicht möglich. Auskünfte und Reservierungen erteilt die Touristinformation Sebnitz unter 035971-70960.  

Fit sind ebenfalls wieder die Urlaubsorte in der Oberlausitz. Die schönste Nachricht aus der Oberlausitz kommt aus Bad Muskau: Nachdem im Fürst-Pückler-Park die meisten der schönen Panorama- und Höhenwege von Spaziergängern wieder bevölkert sind, können die Besucher seit heute auch wieder ins Pückler-Schloss. Damit ist die einzige UNESCO-Welterbestätte Sachsens nahezu komplett wieder begehbar. “Damit ist ein wichtiger Meilenstein für den Tourismus in Ostsachsen gelegt, um das große Besucherinteresse jetzt wieder nahezu komplett erfüllen zu können. Die Doppelbrücke nach Polen wird in den kommenden Tagen wieder als Verbindung zum polnischen Teil des Weltkulturerbes hergestellt sein“, sagte Dietmar Damzog, Marketingleiter der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau.

Auch das Kulturhotel Fürst Pückler mit Therapie- und Wellnessbereich ist empfangsbereit. Das Hotel-Restaurant Grüner Fürst serviert hochwertige Speisen und exklusive Menüs – auch auf der Sommerterrasse auf dem historischen Marktplatz.  

Bis auf Ausnahmen erwarten alle touristischen Einrichtungen auch in Zittau und im Zittauer Gebirge ihre Gäste. Die Museen der Stadt mit den in Deutschland einmaligen Zittauer Fastentüchern sind ebenso uneingeschränkt für Besucher geöffnet wie das klassizistische Stadtbad oder der Aussichtssturm im Schinkel-Denkmal St. Johannis. Alle in der Stadt angebotenen touristischen Leistungen, wie thematische Stadtführungen finden regulär statt. Die beliebte dampflokbetriebene „Bimmelbahn“ fährt nach ihrem normalen Fahrplan in die Kurorte Oybin und Jonsdorf. Der Wald des Zittauer Gebirges ist größtenteils wieder für Wanderfreunde freigegeben. Nur einzelne Waldwege werden auf Grund von Ausspülungen längere Zeit nicht begehbar sein. Für den Oder-Neiße-Radweg von Zittau in Richtung Norden kann den Gästen auf Wunsch eine alternative Route bis Görlitz angeboten werden. Radwanderer können jederzeit unproblematisch auf andere der zahlreichen schönen Radwege und -touren wie den Froschradweg in der Oberlausitz umgebucht werden.  

Die bei Görlitz-Besuchern besonders beliebten Bereiche rings um den Görlitzer Ober- und Untermarkt, das Heilige Grab oder die prächtige Gründerzeitstadt, das Schlesische Museum, der Kaisertrutz oder das Jugendstilkaufhaus sind vom Wasser unberührt und prägen das Stadtbild wie eh und je. Die Zahl der durch das Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Übernachtungsbetriebe ist vergleichsweise gering. Allerdings muss das Hotel Mercure für längere Zeit geschlossen bleiben. Umbuchungen sind jederzeit und schnell möglich.Auch die Zufahrtsstraßen sind wie im Fall der Verbindung B99 Görlitz-Zittau inzwischen wieder hergestellt. Einzig die Bahnlinie Görlitz-Zittau ist wohl noch auf längere Zeit nicht nutzbar, ein Schienenersatzverkehr ist allerdings eingerichtet.

Quelle: Marketing-GesellschaftOberlausitz-Niederschlesien mbH

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