Hochwasserschäden in Chemnitz mehr als drei Mal so hoch wie 2002

„Land unter“ hieß es für einige Chemnitzer Stadtteile am vergangenen Samstag, als das Hochwasser Straßen und Keller überschwemmte und den Anwohnern der Flüsse und Bäche ein unangenehmes Déja-vu bescherte.

Auch wenn nicht die ganze Stadt betroffen war, so sind die Aufräumarbeiten noch immer nicht abgeschlossen. Erste Zahlen zum Hochwasser aber liegen bereits vor und wurden heute verkündet.

Fast eine Woche nach dem Hochwasser in Chemnitz wird eine erste Zwischen-bilanz gezogen. Und die Zahlen, die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig heute kund tat, lassen Ungutes ahnen.

Knapp 8.000 Haushalte waren mittelbar bis unmittelbar vom Hochwasser betroffen, erfasst wurde dabei ein einfacher Stromausfall genauso wie ein voll gelaufener Keller. Die Schadenssumme wird derzeit auf etwa 25 Mio. Euro geschätzt. Darin enthalten sind sowohl Schäden an Privathaushalten und Unternehmen als auch die an kommunalen Einrichtungen.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Für die Betroffenen zählt jetzt nur eines: schnelle, unkomplizierte Hilfe. Und auch wenn diese bereits in zahlreichen Fällen stattgefunden hat, so wird sie doch auch weiterhin nötig sein.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Für alle Betroffenen ist das Bürgertelefon morgen von 9 bis 15 Uhr und in der kommenden Woche täglich von 10 bis 18 Uhr besetzt. Außerdem hat die Stadt für alle Hochwassergeschädigten ein Spendenkonto eingerichtet, das inzwischen mehr als 50.000 Euro ausweist. Um Hilfe in Anspruch nehmen zu können, müssen sich die Betroffenen allerdings auch melden.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Nach dem Schaden ist man bekanntlich klüger und so hat auch die Stadt Chemnitz Vorkehrungen getroffen, um im erneuten Ernstfall besser gewappnet zu sein. Dem kommenden Wochenende sieht man also relativ gelassen entgegen.

Interview: Barbara Ludwig – Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz

Verständnis, das zweifellos nicht nur von den jetzt Betroffenen zu erwarten ist. Denn diese Bilder dürften auch all jenen in Erinnerung bleiben, die von den Wassermassen verschont geblieben sind.

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