Hochwasserschutz für Ostritz fertiggestellt

EuroSachsens Umweltminister Frank Kupfer hat heute die Hochwasserschutzanlage für die Stadt Ostritz an der Lausitzer Neiße symbolisch freigegeben.

„Mit dem drei Kilometer langen System aus Deichen und Spundwänden verfügt die Stadt erstmals in ihrer langen Geschichte über Schutz vor einem Hochwasser, wie es statistisch einmal in einhundert Jahren eintritt“, so Kupfer. Schon bei zehnjährlichen Ereignissen war die Stadt bisher von Hochwasser betroffen. Zuletzt im Sommer 1981 gab es in Ostritz meterhohe Überschwemmungen mit großen Schäden an den Gebäuden und an der Infrastruktur.

Bereits im Jahr 2003 hatte der Staatsbetrieb Landestalsperrenverwaltung im Süden der Stadt einen Hochwasserschutz im Bereich des auch kulturhistorisch und als regionaler Arbeitgeber bedeutsamen Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal errichtet. Nach Bestätigung des Hochwasserschutzkonzeptes für die Lausitzer Neiße konnte ab März 2005 auch die Planung für den Schutz von Ostritz selbst vorangetrieben werden. Von September 2006 bis Januar 2009 wurden im Stadtgebiet große Deichabschnitte neu errichtet, Stahlspundwände erschütterungsfrei eingepresst und umfangreiche städtebauliche und ökologische Begleitmaßnahmen umgesetzt.

„Mit den Arbeiten in Ostritz haben wir aber nicht nur den Hochwasserschutz verbessert“, freut sich Kupfer. „Der Rückbau des so genannten Jutewehres war gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur ökologischen Gewässerdurchgängigkeit.“ Umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen wie die Pflanzung von 268 Bäumen und die Entwicklung von Feucht- und Nasswiesen auf 13 Hektar seien weitere Bestandeile dieses Hochwasserschutzprojektes gewesen. Insgesamt hat der Freistaat Sachsen hier 12,5 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes investiert.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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