Hochwasserschutz in Lunzenau

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat den ersten Bauabschnitt für die Hochwasserschutzanlage in Lunzenau, im Landkreis Mittelsachsen, beendet. Die offizielle Bauabnahme erfolgte am Mittwoch.

Die Bauarbeiten selbst waren bereits im vergangenen Monat beendet worden.

Im ersten Bauabschnitt wurde eine 150 Meter lange Hochwasserschutzwand errichtet. Sie beginnt am Abzweig des Mühlgrabens von der Zwickauer Mulde und endet an der Betriebsbrücke der Lunzenauer Papier- und Pappenfabrik. Innerhalb der Wand wurden zwei Hochwasserschutztore eingebaut. Am Mühlgraben entstand eine Hochwasserschutzwand mit einem überfahrbaren Damm, der zur Wartung der Anlagen genutzt wird.

Im zweiten Bauabschnitt werden insgesamt 340 Meter neue Hochwasserschutzwände gebaut und 45 Meter bestehende Uferwände erhöht. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2011 und werden voraussichtlich im Sommer 2013 fertig gestellt. Es ist geplant, auf dem Gelände der Papierfabrik Hochwasserschutzwände aus Sichtbeton herzustellen. Um einen Rückstau aus der Zwickauer Mulde zu verhindern, wird am Auslauf des Mühlgrabens eine Schwergewichtswand aus Beton errichtet.

Ziel der Bauarbeiten ist es, Luzenau künftig vor einem Hochwasser zu schützen, wie es statistisch alle 100 Jahre auftritt (HQ100). Insgesamt wird von der Landestalsperrenverwaltung dafür eine Summe von rund 4,5 Millionen Euro investiert.