Höchststand an HIV-Neudiagnosen in Sachsen

2010 gab es 117 Neudiagnosen auf HIV – ein neuer Allzeitrekord in Sachsen. Bereits im Jahr zuvor gab es einen Höchststand von seinerzeit 87 Neudiagnosen. In Sachsen leben ca. 1200 Menschen mit HIV oder AIDS. +++

Mit großer Besorgnis hat Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß auf die aktuellen Zahlen der Neudiagnosen bei HIV in Sachsen reagiert. „117 Neudiagnosen auf HIV gab es 2010 – ein neuer Allzeitrekord in Sachsen“, sagte Clauß. 100 Männer und 17 Frauen wurden positiv getestet.
 
Im Vorjahr – das schon einen Höchststand an Neudiagnosen aufwies – waren es insgesamt 87 Fälle, davon 78 Männer und 9 Frauen. Bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen vergleichsweise gering von 2.885 auf 2.928 gestiegen.

Vor diesem Hintergrund verwies Christine Clauß auf die Notwendigkeit der Förderung für die AIDS-Prävention. Mit 396.000 Euro (Vorjahr 296.000 Euro) werden sowohl die psychosozialen Beratungsstellen der vier sächsischen Aidshilfen gefördert, die Betroffene beraten und betreuen, als auch Präventionsprojekte der Kommunen und der Aids-Hilfen. „Wir werden im Präventionsbereich nicht nachlassen“, so die Ministerin, „gleichzeitig appelliere ich an die Verantwortung jedes Einzelnen sich und anderen gegenüber“. Immer wieder werden Infektionsketten beobachtet, wo von einer infizierten Person durch ungeschützten Sexualverkehr viele andere angesteckt werden.

Die Benutzung von Kondomen als wesentlicher Faktor der AIDS-Prävention ist dabei auch aus einem anderen Grund zu empfehlen: Andere Geschlechtskrankheiten erleichtern die Übertragung von HIV. Durch Kondome wird diese Übertragung verhindert – wodurch wiederum das Risiko der HIV-Infektion gemindert werden kann.

Im Freistaats Sachsen leben derzeit ca. 1.200 Menschen mit HIV/AIDS.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

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