Höfe am Brühl: Zwischenfall bei Projektvorstellung

Es sollte ein ruhiger Abend werden, an welchem die Bauherren der „Höfe am Brühl“ ihr Projekt zum Bau eines Einkaufszentrums den Leipziger Bürgern vorstellen wollten.

Doch aufgrund der jüngsten Ereignisse in Sachen „Blechbüchse“ wurde aus dem geplanten Programm eine hitzige Debatte rund um das neue Haus, das alte Blech und die historische Fassade.

Der Termin stand lange Fest. Viel länger als den meisten Leipzigern bewusst ist, dass hinter der Blechbüchsenverkleidung noch eine alte, historische Fassade zu finden ist. Der Architekt des geplanten Einkaufszentrums, Armand Grüntuch und der Bauherr der Firma mfi Immobilien, Dr. Appelt, stellten ihre „Höf am Brühl“ erstmals der Öffentlichkeit vor.

Es wurde gezeigt wie sich die einzigartige Konstruktion bald in das Leipziger Stadtbild einpassen wird, wie sich die alte Blechfassade im Neubau wiederfindet und wie man an diesem Ort bald einkaufen, arbeiten und vor allem leben kann.

Laut dem Architekten erwartet uns ein Ort, der nicht für sich allein steht, sondern aktiv in die Leipziger Innenstadt integriert wird. Hier soll unsere Stadt weiter gebaut werden. Doch nicht jeden konnte diese Präsentation begeistern.

Stephane Simon, Renato Bodenburg-Anhänger und demnach Kämpfer für die alte Kaufhausfassade unter dem Blech, zeigte sich von den neuen Ideen wenig begeistert und nutzte die Gelegenheit um selbst das Wort zu ergreifen.

Proteste von Stephane Simon

Die Situation geriet danach mehr und mehr aus dem Ruder. Viele Zuhörer, die gekommen waren, um das neue Einkaufszentrum zu sehen, versuchten den selbst ernannten Kaufhausretter zur Ruhe zu bringen. Doch dieser ließ sich nicht bremsen…

Proteste von Stephane Simon

Trotz der vielen gegenteiligen Meinungen zeigte sich ein großer Teil der Teilnehmer an diesem Abend offen für das neue Einkaufszentrum in seiner bisherigen Planung. Die Bilder zumindest sprechen dafür, dass Leipzigs Wirtschaft mit diesem Bauvorhaben deutschlandweit noch ein ganzes Stück nach vorne gelangen könnte.

Denn eines sind die Höfe auf jeden Fall: ein gewaltiger Schritt in die erfolgreiche Zukunft unserer Stadt.