Hoher Besuch für CFC-Blindenfußballer

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat am Donnerstag die Blindenfußball-Mannschaft des Chemnitzer FC besucht.

Auf dem Trainingsgelände des Teams auf dem Sportplatz des SFZ Berufsbildungswerks für Blinde und Sehbehinderte zeigten die Sportlerinnen und Sportler dabei ihr Können am Ball. Die Aktiven spielen dabei mit einem besonderen Ball, der mit Metallschellen gefüllt ist und damit akustische Orientierung bietet.

Interview: Jörg Fetzer, Offensivspieler Blindenfußball-Team Chemnitzer FC

Nicht vollständig blinde Kicker müssen während des Spiels eine Augenbinde tragen, um Chancengleichheit zu garantieren. Nur der Torwart ist sehend und dirigiert seine Mitspieler.

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Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes war auf Einladung des Chemnitzer Bundestagsabgeordneten Michael Leutert (DIE LINKE) vor Ort.

Interview: Michael Leutert (DIE LINKE), Mitglied des Deutschen Bundestages

Die Blindenfußballer sind auf großzügige Unterstützung von Fördern und Sponsoren angewiesen. Für Reise- und Übernachtungskosten kommt der Chemnitzer FC auf. Das SFZ-Förderzentrum stellt Sportplatz und Turnhalle für das Training zur Verfügung.

Weitere finanzielle Unterstützung war deshalb auch Bestandteil des Gesprächs des Fördervereins für Jugend, Sport und Soziales e.V. mit der Antidiskriminierungsbeauftragten Christine Lüders. Diese möchte weniger beachtete Sportenarten, die dennoch Aufmerksamkeit verdienen, stärker fördern.

Interview: Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Beim CFC-Blindenfußball-Team sind derzeit 14 Spielerinnen und Spieler aktiv. Seit 2008 spielt die Mannschaft in der Bundesliga gegen Teams wie Sankt Pauli, Schalke, Dortmund und Berlin.

Acht Saisonspiele und vier Turniere bestreitet das Team dabei. Mit der vergangenen Saison ist man bei den Chemnitzer Blindenfußballern sehr zufrieden.

Interview: Jörg Fetzer, Offensivspieler Blindenfußball-Team Chemnitzer FC

Den Auftakt zur neuen Saison haben die Chemnitzer allerdings mit einer Niederlage gegen Meister Marburg begonnen. Noch bleiben aber sieben Spiele Zeit, um an die Erfolge des vergangenen Jahrs anzuknüpfen.