Hooligan akzeptiert Bewährungsstrafe nach Prügelattacke

Zwickau – Nach einen Fußball-Derby in Chemnitz hatten Hooligans im Februar 2016 in einem Regionalzug zwei Flüchtlinge angegriffen. Gegen den Haupttäter ist im Dezember 2016 das Urteil gefallen, wogegen er Berufung eingelegt hatte.

© Sachsen Fernsehen / Symbolbild

Kurz vor Verhandlungsbeginn am Landgericht Zwickau hat der 35-jährige verurteilte Hooligan nun überraschend seine Bewährungsstrafe akzeptiert und seine Berufung zurückgezogen. Damit ist das Urteil wegen schwerer Körperverletzung rechtskräftig. Der Mann aus Lichtenstein wurde vom Amtsgericht Hohenstein-Ernstthal mit acht Monaten Haft bestraft, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass der Beschuldigte zwei Syrer in einem Zug zwischen Chemnitz und Zwickau attackiert und geschlagen hatte.

Rückblick

Nach einem Fußballspiel zwischen dem Chemnitzer FC und Dynamo Dresden hatte der 35-Jährige zusammen mit weiteren Hooligans auf der Heimfahrt im Regionalzug von Chemnitz nach Zwickau zwei Syrer erst beleidigt, dann attackiert und schließlich geschlagen und getreten.

Obwohl die Täter vermummt waren, wurden sie im Prozess von einem der Opfer eindeutig identifiziert.

Die Prügelattacke im Regionalzug hatte für Aufsehen gesorgt, da sich eine 25-jährige Studentin dazwischen gestellt hatte, während der Sicherheitsdienst nicht einschritt.