HSKD mietet weitere Räumlichkeiten im Kraftwerk Mitte

Dresden - Der Eigenbetrieb Heinrich-Schütz-Konservatorium der Landeshauptstadt Dresden wird weitere Räumlichkeiten im Kraftwerk Mitte mieten und zukünftig auch die Historische Schaltwarte als Orchesterproberaum im Lichtwerk beziehen.

Die Musikschulleiterin des HSKD, Kati Kasper und Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch unterzeichneten am 21.08.2018 (Dienstag) gemeinsam mit der Geschäftsführerin der DREWAG, Ursula Gefrerer und dem Bereichsleiter Liegenschaften, Frank Neuber den Mietvertrag für Räumlichkeiten im Lichtwerk.

„Wir sind froh, dass wir ein Teil des neu entwickelten Kulturzentrums der Landeshauptstadt sind und unsere Räumlichkeiten erweitern werden. Wir hoffen und wünschen uns, dass sich dadurch die Kontakte zu den anderen Kulturinstitutionen im Kraftwerk Mitte noch weiter intensivieren.“, freut sich Kati Kasper.

© Volker Bellmann

Das HSKD mietet auf drei Etagen verschiedene Räumlichkeiten u. a. im Kellerbereich zur Nutzung als Chorräume, Tanzsäle, Musikprobenräume. Im Erdgeschoss werden der Empfangsbereich und Musikprobenräume sowie im Obergeschoss die historische Schaltwarte als Orchesterprobenraum neu entstehen. Die Schaltwarte ist aus denkmalpflegerischer Sicht das Kronjuwel im Kraftwerk Mitte. In ihr befindet sich die nahezu komplett original erhaltene Schaltwand aus den 1920er Jahren.

Der Mietvertrag beinhaltet eine Mietdauer über 10 Jahre. Die angemieteten Räume verfügen über 1.550 Quadratmeter Nutzfläche und sollen bis Ende 2021 bezogen werden. Das HSKD hat bereits seit 2015 das Haus Kraftwerk Mitte 22 gemietet und nutzt dort 1.150 Quadratmeter für die Ausbildung.

In die Sanierung des gesamten Gebäudes Lichtwerk, welches auch die Puppentheatersammlung und weitere Einrichtungen beherbergen wird, investiert die DREWAG reichlich 13 Mio. Euro.

Zur Geschichte des ehemaligen Lichtwerkes

© Sachsen Fernsehen

Dieser Gebäudekomplex, nach Umbau und Sanierung nun als „Lichtwerk“ zusammengefasst, bestand früher aus 6 Einheiten. 4 Schaltwerke, der Abspannturm und die historische Schaltwarte gehörten dazu. Letztere entstand 1895 als zweitältestes Gebäude des Kraftwerks Mitte. Im Bereich der heutigen Schaltwarte befand sich früher die Schaltwand für die Steuerung der Dampf-Dynamomaschinen. Mit dem Umstieg auf Turbosätze in den 1920-er Jahren wurde diese mit 110-/20-/10-kV-Schaltanlagen ersetzt. 1996 ging das neue 110-/20-/10-kV-Umspannwerk im Gleisdreieck in Betrieb. Die alten Schaltanlagen in allen Gebäuden des vormaligen Heizkraftwerks wurden stillgelegt.

Text: DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH

Artikel erstellt von: Jonathan Wosch

kkkkk